Über Koffer in Berlin: Was zu tun ist

Wenn man beim berühmten „Koffer in Berlin“ Angst haben muss, dass eine Bombe darin versteckt ist, läuft etwas schief. Und wer nach dem Anschlag im Dicken „B“ noch ernsthaft überrascht ist, sollte einen Facharzt seiner Wahl aufsuchen. Ich wäre für einen Neurologen.

Beruflich war ich in den letzten Jahren oft in Berlin. Nach dem vierten oder fünften mal mochte ich es dort nicht mehr. Der Berliner schafft es, den Franken in Sachen Unfreundlichkeit zu überrunden. Weite Teile der Bezirke sehen aus, als wäre man in Karl-Marx-Stadt. Egal, wer an der Macht ist – völlig wurst: Berlin ist unregierbar ( was es fast wieder sympathisch macht.). Heute kann einem die Stadt und die Berliner nur leid tun. Und ich hoffe, dass Deutschland erwacht.

Bei Anschlägen überall auf der Welt kann man bis drei zählen und man weiß, was passiert. Staatsmänner treten vor die Kameras, bekunden Mitleid, verurteilen die Tat und künden den Kampf gegen den Terror an. Sehen Sie hier eine großartige Reaktion auf den schlimmsten Terroranschlag der US Geschichte.

Zählt man nun bis drei bei einem Anschlag in Deutschland, kann man das Geschehene ebenso erahnen. Die politische Klasse geht an die Mikrofone, sie sprechen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus, verurteilen halbherzig die Tat und mahnen, nicht alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen.

Als in dem Ort neben meiner Heimat ein „17 Jähriger“ einstieg und mit einer Axt ein Blutbad anrichtete, schwieg die Kanzlerin. Es machte mich wütend, weil ich so nah an der Tat dran war. Häufig fuhr ich zu dieser Zeit mit dieser Bahn – wie auch zwei Stunden zuvor.

Und dennoch sind manche Leute „überrascht“. Ich war vor einem Jahr in Berlin, als gerade ein Länderspiel in Hannover abgesagt wurde, weil die Gefahr eines Anschlages drohte. Spätestens da sollten die Leute aufgewacht sein. Was danach passierte, wissen wir alle.

Wir, und damit meine ich explizit die herrschende Klasse, müssen mit einer steten Terrorgefahr leben. Doch es genügt nicht, sie einfach nur auszuhalten. Es müssen die richtigen Schritte eingeleitet werden.

Hierzu einige Vorschläge:

  • Konsequente Registrierung aller hier lebenden Flüchtlinge. Es ist nicht begreiflich, warum heute noch Menschen durch das Land geistern, die es offiziell nicht gibt.
  • Ebenso konsequente Abschiebung aller Flüchtlinge, die sich strafbar gemacht haben. (Bagatelldelikte natürlich nicht)  Ist ihr Land ein unsicheres Herkunftsland, sprich, greift bei ihm zum Beispiel das Asylgesetz, so sind diese in Nachbarstaaten auszuliefern, die als sicher gelten. Bei schweren Taten sind die Täter bis zu der Entscheidung in Sicherheitsverwahrung unterbracht zu werden.
  • Abschiebung aller Flüchtlinge, die laut der hiesigen Gesetzgebung keine sind. Wozu haben wir Gesetze, wenn sie nicht eingehalten werden.
  • Syrer nicht mehr pauschal als Flüchtlinge zu behandeln. Dies war ein Grund der Masseneinwanderung und muss gestoppt werden. Hier ist eine Einzelprüfung unerlässlich.
  • Die Politik muss endlich aufhören, Flüchtlinge mit Migranten in einen Topf zu werfen. Der Flüchtling muss, der Migrant will sein Land verlassen. Für letzteres bedarf es ein eigenes Gesetz.
  • Der Verfassungsschutz darf nicht länger Ländersache sein. Wir brauchen einen starken bundesweiten Inlandsgeheimdienst. Die NSU Morde haben gezeigt, wie unfähig dieses Organ ist.
  • Die Polizei muss besser ausgestattet werden. Hierzu sollte Bayern Vorbild sein.Es kann nicht sein, dass es in Berlin keine Schießstände mehr gibt, weil diese nicht mehr benutzbar sind.
  • Einsatz der Bundeswehr im Inneren darf kein Tabu mehr sein. Diese Trennung ist aus einem geschichtlichen Komplex entstanden und hat heute keine Gültigkeit mehr.
  • Es ist Zeit für eine echte Islamkritik. „Das alles hat mit dem Islam nichts zu tun“ ist nicht Teil der Lösung, sondern des Problems. Die Blindheit der moderaten Muslime ist der Steigbügel für die Radikalen. Sie erweisen ihnen einen Bärendienst.

Natürlich hoffe ich, dass möglichst viele Punkte umgesetzt werden. Und ich bin da optimistisch. Angela Merkel ist schon längst auf die Bremse getreten, wider Willens zwar, aber immerhin. Die CSU wird weiter Druck machen und so lange die AfD laut und lauter wird, so lange wird sich Merkel positionieren müssen.

Wollen wir hoffen, dass auch in Zukunft der „Koffer in Berlin“ nur Damenwäsche enthält.

 

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