Keine Demo ohne Feindbild oder Muslime und wie sie ihren Terror pflegen 

Lamya Kaddor lächelte gequält, als sie bei „Hart aber Fair“ über ihr Fiasko am Samstag befragt wurde.  Natürlich sei sie entäuscht, so die islamische Religionslehrerin, dass so wenig Muslime zu ihrer Demo „nicht mir uns“ kamen.  Aber Frau Kaddor wäre nicht Frau Kaddor, wenn sie der Veranstaltung in Köln nicht etwas Gutes abgewinnen könnte. Es sei ein wichtiges Zeichen, das ihr Mut mache. Aha.

Noch mal in Kürze: Über Wochen wurde die Demo angekündigt. 10.000 Menschen waren erwartet, die meisten Muslime, um sich gegen den islamischen Terror zu wehren. So weit, so nobel. Aber wie das so ist mit Erwartungen, sie werden zu oft enttäuscht. Die Ehefrau empuppt sich nach der Hochzeit als nörgelndes Mistweib, der Sohn ist plötzlich schwul und der HSV spielt auch die 10. Saison in Folge unterirdisch. Oder, wie im Fall unserer Aktivistin aus Dinslaken: Man plant eine Veranstaltung, aber macht die Rechnung ohne die Gäste. „Stell dir vor es ist Demo und keiner geht hin.“

Doch wie viele waren es wirklich? Ich war ja nicht dabei, also muss ich die Zahlen nehmen, die man so findet. 2000 sagt der Spiegel, der Stern berichtet von „mehreren Hundert“, die SZ von rund 1000. Wie auch immer, es sind bedeutend weniger, als erwartet.  Zum Verständnis noch eine Zahl: In Köln leben rund 50.000 Muslime.

Wie gaga ist Frau Kaddor, wenn sie von einem „positiven Signal“ spricht? Für wie doof hält sie  uns? Stellen Sie sich den Fall vor: Die CDU peilt bei der nächsten Bundestagswahl 40% an. Herauskommen aber nur 8%? Würde sich Angela Merkel hinstellen und von einem „positiven Signal sprechen“? Oder anders: Der FC Bayern wird nicht Meister, sondern 13. in der Bundesliga. Glauben Sie, dass sich Kalle Rummenige über den Klassenerhalt freuen würde?

Hinzu kommt, dass von den Demonstranten viele Nichtmuslime mitmarschierten, denn auch der DGB, sowie die Grünen, Linken und die FDP riefen auf, zu kommen. Was natürlich kein Problem ist. Jedoch relativiert es die Zahl der Teilnehmer. Es ging um die Islam-Community und die mangelnde Bereitschaft, sich gegen die Probleme im eigenen Haus zu wehren. Doch diese Intention hatte die Demo ohnehin nicht.

„Man kann sich nicht von etwas distanzieren, womit man nichts zu tun hat“ ist Kaddor Leitmotiv. Damit steht sie mitten im Bullshit Billard, wenn es um ihre Religion geht: „Das hat doch mit dem Islam nichts zu tun.“ Dass sie an den gleichen Gott glauben, das gleiche Buch lesen, in die gleiche Richtung beten und in die gleichen Tempel gehen, geschenkt. Zu oft habe ich diese Diskussion gehört und geführt und ich bin mir sicher, ihnen geht es nicht anders.

Ich bin Fußballfan, FC Bayern. Wenn sich Bayern Fans daneben benehmen, was passiert, schäme ich mich, dass wir den gleichen Verein angehören. Selbst wenn  England Fans mal wieder beoffen randalieren, fühle ich mich angegriffen. Für wie doof würden Sie mich halten, wenn ich sagen würde “ Das hat mit dem Fußball nichts zu tun.“ Doch, hat es. Der Fußball hat eine lange Tradition der Gewalt und des Strassenterrors. Hooligans haben einen französischen Polizisten 1998 in den Rollstuhl geprügelt. Zu behaupten, der Fußball habe ein Gewaltproblem ist nicht etwa „populistisch“ oder „rechtsextrem“. Es ist die Wahrheit, die manche nicht gern hören, sie bleibt aber Realität.

Bei keiner Terrorart wird dialektisch so dermaßen fein seziert, wie beim Islamischen. Natürlich hat der rechte Terror etwas mit rechten Ideologien zu tun und selbstverständlich liegt der Ursprung des Linksterrors im Sozialismus. Per se mögen die Ideologien friedliche Aspekte haben; man mag sie für richtig oder falsch halten. Doch eine Trennung zwischen Terror und der entsprechen Ideologie ist inkorrekt und tut auch keiner. Es sei denn, es geht um den Islam.

Der Islam ist maßgeblich für den Terror in der Welt verantwortlich. Von Juli 2016 bis heute gab es weltweit mehr als 80 islamische Anschläge mit mehr als 2100 Opfern. Im selben Zeitraum tötete der rechte Terror 12 Menschen bei 8 Attacken. Die Jungs von links ermordeten zur gleichen Zeit 71 Menschen bei 15 Anschlägen, wobei ich der PKK neben kurdischen, auch sozialistische Ziele unterstellt habe und sie hier addierte. (13 Anschläge mit 52 Toten waren unbekannt bzw. nicht eindeutig zuzuordnen. ) 

Und selbst wenn man die NSU Morde und ihre Zeit mit einberechnet, kommt man auf eine ähnliche Tendenz. Rechter Terror findet statt, er ist problematisch und muss bekämpft werden. Doch gegenüber der islamischen Blutspur sind die Nazimorde tragisch, aber wenig relevant. Verstehen Sis mich nicht falsch: Ich wohne in Nürnberg und komme immer wieder am NSU Mahnmal vorbei. Jedes Opfer ist tragisch und individuell betrachtet eine Katastrophe. 

Ich habe nichts dagegen, dass sich „gegen Rechts“ immer wieder 10.000 finden, um auf die Straße zu gehen. Und wenn es friedlich bleibt, ist das sicherlich keine üble Sache. Doch ich vermisse die Muslime, die sich klar gegen den Terror in den eigenen Reihen distanzieren, wie es „Rock am Ring“ Veranstalter Lieberberg nach der Terrorwarnung in Nürburg formuliert hat. Wenn Köln es schafft, 30.000 Menschen zur Demo zu bewegen, wenn sie für Erdogan und für die Todesstrafe marschieren, warum kommen nicht mindestens 30.000, um gegen den Terror zu sein?

Muslime brauchen offensichtlich einen irren Diktator, zumindest jedoch ein zünftiges Feindbild, um in Massen zu demonstrieren. Sie erinnern sich sicher an die Mohammed Karrikaturen. Weltweit gingen hunderttausende mit brennenden Israel und USA Flaggen auf die Straße, stürmten Botschaften und töteten Menschen, weil eine dänische Zeitung Zeichnungen abdruckte. Der Künstler, Kurt Westergaard, lebt bis heute unter Polizeischutz und mit ständiger Angst, ein weiteres Opfer des Islamoterrors zu werden.  

Dagegen wirken die tausend Demonstranten von Kaddor Demo wie eine Lachplatte. Noch nie gab es eine Veranstaltung mit so wenig Manpower, die es so weit in den Medien brachten. Respekt. Das ist ungefähr so, wenn Klaus Kleber über das Bratwurstfest in Ochsenfurt berichtet, Jakob Augstein eine weitere unnötige Kolumne über die Besucher dort verfasst und man sich Abends bei „hart aber fair“ trifft, um über den Ausgangs des Festes zu streiten.

Doch das interessiert Lamya Kaddor nicht. „Sie möchte nicht über Zahlen sprechen“ sagte sie bei Frank Plasberg. Ok. Reden wir stattdessen über die mangelnde Bereitschaft von Muslimen, für westliche Werte einzutreten und, wenn es den eigenen Verein betrifft und auch wenn es weh tut, sich vom Terror zu distanzieren. In einigen europäischen gab es  Erhebungen wonach ca. 20% der Muslime mir dem Terror sympathisieren. Je islamischer ein Land ist – außerhalb Europas – nahm dieser Anteil zu, teilweise bis weit über 50%. 

Auch darüber mag Frau Kaddor nicht reden.

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