Mehr Gewinner als Verlierer – Die Wahl und ihre Folgen

Leck mich am Arsch, Marie! Die SPD ist keine Volkspartei mehr.

Die Merkel Union verliert ähnlich viel, wie die Grünen überhaupt Mandatsträger hat. Die FDP ist dick dabei, die Linke auch. Und die AfD, tja. Im langweiligsten Wahlkampf aller Zeiten hat man den Wähler zwar keine Inhalte präsentiert, dafür aber den Wahlhinweis, wen sie auf keinen Fall zu wählen hat. Bis hin zu einem taff Moderator. Ja, taff

Ohne Not zur Differenzierung wurde die Partei als „rechtsextrem“ und „Nazis“ diffamiert. Dass letzteres eine Verharmlosung des Naziregimes ist und eine üble Diffamierung 6 Millionen AfD Wähler, ey, geschenkt. Im Wahlkampf und auf hoher See ist alles erlaubt.

Das 11. Gebot der Deutschen, „du sollst nicht vergleichen“ gilt gegen die AfD nicht. Eine Justizministerin musste zurücktreten, weil sie G.W. Busch mit Hitler verglich. Ein SPD Amtsträger zumindest fast, weil er meinte, der FDP Slogan „Vorfahrt für Arbeit“ klingt wie „Arbeit macht frei“. Ich nenne das doppelter Standard. Und wieder einmal muss ich das Nazometer verlinken.

Nun musste noch am Sonntag in Berlin die Polizei eingreifen, weil „Demonstranten“ die die Wahlparty der AfD stürmen wollte. Was für ein irres Demokratieverständnis.

Merkels Flüchtlingspolitik wurde abgestraft. Ja. Die SPD kann einem leid tun, denn haben sie doch wesentliche sozialdemokratische Inhalte in den letzten Jahren durchgesetzt. Aber so ist es nun mal, wenn man mit einer inhalts,- und rückgratlosen Kanzlerin regiert. Aber trotzdem, und das stimmt dann doch froh, wurde auch die Union historisch abgewatscht.

Die Grünen wählten mehr, als gedacht, was wundert. Denn ihr Wahlprogramm hat außer Plattitüden nichts zu bieten. Einzig freue ich mich für Cem Özdemir, dem ich durchaus ein Regierungsamt zutraue und der auch 2013 für Schwarz-Grün war, was am Ende an einer einzigen Ökogurke scheiterte: Der Göttinger Pfandautomat Jürgen Trittin.

Die SPD macht (hoffentlich) das einzig richtige. Opposition. Klar. Merkel hat die FDP 2009-2013 verspeist, die nun fulminant wiederkam. Warum kann das nicht auch für die Roten gelten? Für das Koordinatensystem der Parteien wäre das sicher wünschenswert.

Und Martin Schulz? Hätte er so Wahlkampf gemacht, wie er in der Berliner Runde auftrat, wäre da vielleicht noch etwas mehr gegangen. So Angriffslustig, polemisch und pointiert, wie am Abend der Wahl, war er selten. Schade.

Für die Liberalen gilt nun: Wort halten. Untersuchungsausschuss Angela Merkel, Verfassungsklage gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz sind nur zwei Themen, die die Partei forderte und, so wie sie im Bundestag sitzt, auch umsetzen müssen.

Was die AfD angeht: Die Partei hat einen bemerkenswerten Rechtsruck hinter sich. Ja.

Erst wurden weite Teile der liberalen Kräfte, allen voran Lucke, Henkel und Stabatty aus der Partei gedrängt. Nun sieht es so aus, dass die tendenziell bürgerliche Chefin Frauke Petry zwar im Bundestag sitzen wird, dort wird sie aber weitestgehend isoliert. Trotzdem ist die neue dritte Kraft und Hauptgegner des Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Um den Gang nach Karlsruhe zu wagen, ist ein Quorum von 25% in der ersten Kammer nötig. Dies wäre mit den Linken und der FDP erreicht (Grünen hatten sich enthalten). Es bleibt spannend, inwiefern die Parteien den Parlamentarismus, den Wählerwillen, ernst nimmt.

4% mehr sind zur Wahl gegangen. Sieben Parteien sind im Bundestag. Auch wenn die AfD krude Abgeordnete auf ihren Listen hat, sitzt eine fundamentale und nötige Euro/Europakritik im Parlament. Denn diese Meinung teilen viele und diese Menschen verdienen eine Stimme.

Dieses Wahlergebnis hat mehr Gewinner, als Verlierer.

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