Tochter Zion – Antisemitismus von allen Seiten

Es nervt.

Nachdem der deutsche Staatsfunk in Form ihrer WDR Propagandaposaune Jörg Schönenborn ein Jahr lang einen Dokumentarfilm verhindert hatte, der sich zur Abwechslung mal nicht um rechten Antisemitismus dreht, sondern um linken und muslimischen,

Und dieser Dank BILD.de endlich im Juno dieses Jahres gezeigt wurde,

Nachdem Reportagen zeigten, dass sich ein Jude mit Kippa besser nicht in Vierteln bewegen sollte, in denen viele Muslime leben,

Nachdem man sich über Jahre rührend um tote Juden gekümmert hat, ihnen ein Denkmahl errichtete, das die Opferhierachie der Nazis übernahm,

Und man sich um die Belange der Lebenden nicht ein bisschen interessierte

Sogar Millionen ihrer Feinde nach Europa einlud,

Nach all dem wundern sich die Menschheit hier zu Lande tatsächlich, wie Muslime ihren Antisemitismus pflegen. Doch auch die Deutschen sind da gut dabei.

„Imposante Gedächtnislücken“ erstreckt sich auf ein Volk, das ansonsten jedes Detail aus dem Dritten Reich kennt, bis hin zum Handelsnamen des Nervengases in den KZs. Man nahm an, dass mit dem Garaus der Nationalsozialisten auch der Antisemitismus besiegt wurde. Unbeachtet davon ist der Deutsche Michel selbst im Judenhass verfangen, freilich ohne es zu merken.

Ungefähr zur gleichen Zeit, als Raider zu Twix wurde, entwickelte sich in Deutschland eine linguistische Transformation. Aus dem Antisemitismus wurde der Antizionismus. Von da an konnten sich die Goebbels im Geiste so richtig austoben, ohne in Gefahr zu geraten, als Judenfeinde zu gelten. Warum auch? Die Gleichung war so sinnig, wie stupide: Antisemitismus=Auschwitz =Rechts. Also, nach den Gesetzen der Logik ist Antisemitismus rechts. Und zwar nur. Dass die Nazis auch Sozialisten waren; geschenkt.

Antisemitismus sei demnach Massenmord. Genozid. Dr. Mengele. Alles darunter ist Israelkritik. Aus der Judenlobby wird der starke Einfluss Israels auf die Welt. Statt Brunnen zu vergiften, schneiden die Israelis den Palästinensern das Wasser ab. Wo immer Eichmann „Jude“ sagte, schreibt Augstein heute „Israel“.

Es bleiben die Drei „Ds“, die der Historiker Prof. Michael Wolffssohn geprägt hat.

D wie Dämonisierung. Israel wird als das Problem der Welt stilisiert. Nicht nur im Nahen Osten hätten Sie die Finger im Spiel, auch in der US Politik seien sie fest verankert. Von Goldman Sachs bis Rotschild. Überall werden Mythen um die Juden gesponnen. Journalisten erklären Trumps Entscheidung, die US Botschaft nach Jerusalem zu verlegen damit, dass der Schwiegersohn des Präsidenten, selbst Jude (*zwinker*), bestens mit Bibi Netanjahu befreundet ist.

D wie Delegitimierung . Die Existenz des Staates Israels wird immer wieder in Frage gestellt. Ob die Grenzen vor 1967 oder danach. Die Frage nach der Daseinsberechtigung ist im Kern antisemitisch. Eigentlich ist diese Argumentation kaum nachzuvollziehen, wenn man die Geschichte der Judenverfolgung kennt. Nirgendwo sonst ist ein Diskussionspunkt, dass ein Land seine Hauptstadt frei wählt. Dies ist in der Welt absolut einzigartig.

D wie doppelter Standard. Wir halten fest, Israel ist ein Rechtsstaat mit einer funktionierenden Demokratie. Bürger des Landes, egal welcher Religion, können sich an unabhängige Gerichte wenden, wenn ihnen unrecht geschieht. Es gibt freie Wahlen. Mit dieser Auffassung von Staat und Volk ist das Land in seiner Region allein. Und trotzdem ist die Kritik allgegenwärtig. Wo man in Russland noch Augen zudrückt und von Tibet oder Jemen nichts weiß, hat jeder im sogenannten Nahostkonflikt eine dezidierte Meinung. Jeder Dorfbürgermeister ist für eine Zweistaatenlösung, die bei Kennern der Region als gescheitert gilt. Die Situation wird kolossal überhöht. Relevantere, blutige und grausame Krisen sind weniger bedeutend.

Über Jahre hat man arabischen und linken Antisemitismus negiert. Und das obwohl Juden in Deutschland angaben , dass 80% aller Angriffe auf sie selbst von Muslimen ausgingen. Die Polizeistatistiken sind hier wenig hilfreich, da sie kaum unter den Angreifern selektiert.

Die Debatte ist angekommen. Endlich.

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