Nafri ist dem Schulz sein Jerusalem -Mein Jahr im Blog

Jahresrückblick. Ja.

Jahresrückblick mit Johannes B. Kerner, Markus Lanz oder dem Jauch.

Kein Jahresrückblick mit Thomas Gottschalk. Immerhin.

Auch die Gazetten übertrumpfen sich mit der Rückschau von 2017. Ob Focus, Stern und taz. Oder, das bis zum völligen Verlust der inneren Hygiene degeneriertes Jugendmagazin Bento, so wie das alarmistische Mutterblatt, der Spiegel. Alle schauen sie zurück.

Mach ich jetzt auch. Warum auch nicht?

Jahresrückblick mit Neomarius. Jawoll.

2017 begann diametral anders, als 2016. Ebenso wie die Berichterstattung. In der Revue betrachtet komplett gaga. Aber der Reihe nach.

In der mittlerweile historischen Silvesternacht von Köln 2015 überfielen an die tausend Afrikaner/Araber den Bahnhofsplatz. Sie klauten. Sie vergewaltigten. Die Polizei hatte Urlaub. Erst Tage später und nicht zuletzt durch eine systematische Zensur der Polizei und der linksgrünen Politik in NRW wurde darüber deutschlandweit berichtet.

Ein Jahr danach hatte die Polizei in der Rheinmetropole zwar alles im Griff. Aber im Gegensatz zum Neujahr 365 Tage zuvor wurde sofort berichtet. Zwar nicht, dass Horden eine muslimische Tradition nach Deutschland importierten – das wurde ja verhindert. Nein. Die Kölner Polizei twitterte an die Bürger folgendes:

Es war verrückt. Ein Jahr zuvor versagte ein gesamter Journalismus und gab dem Begriff „Lückenpresse“ ihr promientestes Beispiel. Und nun gab es wegen eines Tweetes, wegen eines Befriffes, „Nafri“, einen Medienhype, als hätte sich Silvester Köln 2015 vervierfacht. Was mich weiland noch aufregte, kann mich heute nur noch wundern lassen.

Auch Alice Schwarzer fand ihr Lob, nicht zuletzt weil sie keine Scheu zeigte, vor muslimischen Frauenhass, der meines Erachtens den überragende Anteil ausmacht, zu benennen. Ebenso wie Terre de Femme.

Im Februar begann der Schulz Hype. 100%. Gott Kanzler. An Peinlichkeit und Hybris kaum zu überbieten, betrat Sankt Martin die nationale Bühne. Und noch während die roten Socken jubelten, entpuppte sich eine Dummdreistigkeit, die ihr jenes Ende spätestens und endgültig im September zum Wahltag nahm.

Und auch ich ließ mich von der Euphorie von Medien und Partei beeindrucken. Ja. War so. Doch fand ich in diesen Zeilen den Blick über den großen Teich. Nachdem der Spiegel über das Jahr die absolute Kontrolle über ihreCover verloren hatte und Trump als neuen Superhitler darstellte, zur gleichen Zeit allerdings Schulz lobte, als wäre er der nächste Messias, wurde ich stutzig. Und auch der Kanzlerkandidat selbst machte beim Bashing fröhlich mit. Genutzt hat es ihm nicht.

Am 22. Mai war mal wieder Terror. Bei einem Konzert von Ariana Grande, Idol vieler Kinder und Jugendlicher, explodierte eine Bombe. 22 Menschen und der Attentäter starben. Damit schließt sich der abartige Kreis, die Logik der Unlogik des islamischen Terrors. Nach Journalisten und Juden in Paris, Metalfans ebenda, nach Homos in Orlando und zich anderen, waren nun Kinder an der Reihe, was zumindest auf europäischen Boden neu ist.

Aufhänger meines Kommentars war Hamed-Abdel-Samad. Er beklagte Europas Umgang mit der islamischen Gefahr. Statt durchzugreifen und dem neuen Faschismus entgegen zu treten, hört man Floskeln wie „wir lassen uns nicht einschüchtern“. „Jetzt nur nicht den Islam instrumentalisieren“. Bullshit. Ein Instrument des Islams ist Terror. Die Toten sind für die Terroristen Symphonien und der Koran ist der Dirigent. Gut 97% der Opfer gingen auf das Konto islamischer Terroristen, wie man bei der Wikipedia nachrechnen kann (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschlägen)

Ein wenig später musste ich mich wundern. Lamya Kaddor lud zur Demo für Muslime gegen den Terror. Zu wörtlich nahmen die potentiellen Teilnehmer das Motto „nicht mit uns.“. Mehrere Hundert demonstrierten für Frieden, bei Millionen von Muslime in Deutschland ein Armutszeugnis.

Im Juli riegelte man Hamburg ab, weil der G20 Gipfel tagte. Was aber nicht ausreichte. Ein linker Schlägertrupp terrorisierte die Straßen der Hansestadt. Ziel: Maximale Zerstörung und Gewalt gegen die Polizei. So wurden Autos abgefackelt, Geschäfte geplündert. Kanaldeckel entfernte man und legte Pappe darüber – damit die Polizisten in den Schacht fallen. Dazu das übliche an schwarzem Block Tenor: Böller, Steine und Molotov Cocktails.

Im Gegenzug werfen Linksaktivisten der Polizei vor, überreagiert zu haben. Das mag zwar sein, geht aber am Thema vorbei. Allein, dass man beide Arten von Gewalt vergleicht, zeigt, wie surreal die Diskussion verlaufen ist. Denn es ist ein Unterschied, ob ein SA ähnlicher Mob mit einem einzigen Ziel durch die Straßen zieht, auf der anderen Seite die Polizei, als Repräsentanz des Staates, als Teil der Exekutive, die da ist, um genau dieses Paramilitär zu stoppen. Die Polizei machte die Demonstration erst möglich. Der Block wollte sie zerschlagen. Verfehlungen mögen bei der Polizei vorkommen. Beim Terrormob ist dies Programm.

24. September. Wahl. Der Superschulz entgleiste und mit ihm verunglückte die SPD. Schlechtestes Wahlergebnis aller Zeiten. Tränen. Ja. Doch auch die Union verlor – um die 8%. Damit war es der erste Warnschuss an die Adresse Merkel. Man kann nur hoffen, dass der Nächste sitzt.

Den Schuss nicht gehört haben allerdings viele Christen. Nachdem sie ein Jahr lang Luther völlig unkritisch gefeiert haben, endete der Führer-Wahn in einer Propagandaveranstaltung, die ihres gleichen suchte. Aber gut. Vorbei ist vorbei.

Vieles folgte. Immer und immer wieder begegneten mir doppelte Standards. Ob am Beispiel von rechter und linker Gewalt, bei der letztere immer noch verniedlicht und idealisiert wird oder, und das war mein letzter Post, am Beispiel Trumps Jerusalem Entscheidung.

Was bleibt vom Jahr? Nix.

Guten Rutsch.

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