Heteronormativ mit Homoantlitz

Ich benutze Plastiktüten. Ich rauche, ein wenig zumindest. Ich trinke Alkohol, meist Bier und esse Fleisch. Manchmal sitze ich am Tresen einer Bar. In meiner Stammkneipe ruft man mich beim Namen.

Ich sehe die Flüchtlingspolitik kritisch. Sehr. Die Energiewende halte ich nicht für eine Erfolgsgeschichte. Ich finde, dass Atomstrom durchaus Zukunft hat. Ich lese die Achse des Guten. Ich kann mich über Akif Pirincci totlachen und mich ärgern, wie schlimm mit ihm umgegangen wurde. Das hat mit freier Meinungsäußerung nichts zu tun. Ja.

Ich sehe die Marktwirtschaft als eine unfassbare Erfolgsgeschichte. Die wenigsten haben Ökonomiekenntnisse. Viele halten sie für banal. Dabei umfasst kaum eine Wissenschaft naturwissenschaftliche Elemente, Sozialwissenschaftliche und Geisteswissenschaftliche. Kommt mal von euren Rössern herunter und lest Mankiw, Hayek, Varian, Ricardo, Smith, Friedman, Sinn, Akerlof,  Wöhe, meinetwegen Bofinger, Horn oder Sedlacek oder Stiglitz, bevor ihr über etwas sprecht, wovon ihr keine Ahnung habt.

Ich finde Linksextremisten so schlimm wie Rechtsextremisten. Diese Verherrlichung von linker Gewalt ist mit das Absurdeste und Verkommenste der Politeliten in Deutschland.

Ich konsumiere kein Bio, außer Eier. Ich kaufe 80g Serrano Schinken in der Plastikverpackung bei ALDI und muss danach nicht weinen, weil ich gerade die Welt zerstört habe. Ich freue mich, weil der super schmeckt.

Ich schütze keine toten Juden, für die haben meine Vorfahren gesorgt. Ich stehe für die Lebenden. Das heißt auch für Israel. Antisemitismus ist ein Bazillus jeder Schicht und politischer Richtung. Die massenhafte Einwanderung 2015 hat die Epidemie eingeleitet. Das bedeutet „Wehret den Anfängen“ und nicht eine „Merkel muss weg“ Demo mit einer Toleranz-Trallala-Bullshit-Demo entgegenzutreten. Meine Güte, macht doch mal die Augen auf.
Ich bin pro USA. Auch Donald Trump kann manchmal etwas richtiges sagen, auch wenn er er das selten tut. Ich bezweifle, dass Hillary die bessere Wahl gewesen wäre.
Die Debatten über den Islam beinhaltet keine Religion, sondern eine Ideologie. Und die Ideologie „Islam“ ist so abzulehnen, wie der Kommunismus oder der Faschismus. Gegen den privaten Glauben habe ich nichts.

Ich bin gegen das Kopftuch. Es ist eine schlimme Frühsexualisierung und sollte in allen staatlichen Räumen, gerade in Schulen, verboten werden. Wie es in Tunesien oder Marokko, islamische Staaten üblich ist. Früher auch mal in der Türkei. Naja. Früher war auch mehr Lametta.

Ich fluche in der Öffentlichkeit und manchmal im Internet. Ich benutze Facebook. Politiker haben Angst vor Facebook, weil sie um ihr Meinungsmonopol fürchten. Deswegen wollen sie es zensieren, oder sogar verstaatlichen. Facebook ist der Stammtisch für jeden, jederzeit. – ohne, dass man Kartenspielen und oberbayrisch sprechen muss. Und es kriegt jeder mit, nicht nur deine drei Kumpels vom Schafkopfen. Ich finde das großartig.

IMG_0101 3.JPGIch lese die BILD. Ich bin amüsiert über Blogger, deren Lebensziel BILD-Kritik ist und der Zeitung damit noch mehr Reichweite verschaffen. Ich mag Julian Reichelt. Ich stehe auf deutschen Schlager. Vor allem Ältere. Nino Di Angelo ist innovativer als jede Metallband. Außer Pantera.

Ich bin GEZ Gegner aber mag den „Radio Tatort“, „In aller Freundschaft“ und „um Himmels Willen“. Dafür würde ich etwas zahlen. Ja.  Keiner kennt den „Radio Tatort.“ Eine Schande, echt.

Nachrichtenformate wie „Heute“ oder „Tagesschau“, die Presseerklärungen der Regierung vorlesen, lehne ich ab. Ich möchte auch nicht Klaus Kleber mit meinen Zwangsgebühren zum Millionär machen, dafür, dass er in Tränen ausbricht, wenn ein Busfahrer seine Fahrgäste (Flüchtlinge) begrüßt. Ja, das ist echt passiert. Morgen, das nehme ich mir vor, weine ich, wenn ich „Hallo“ zu meinem Metzger sage. Ich bin gespannt, wie blöd der glotzt.

Ich mag Deutschland. Vielleicht kann man das Patriotismus nennen. Ich mag aber auch die Schweiz. Die Eidgenossen leben uns Demokratie und Pluralismus vor. Daher gibt es einen NZZ Bezahlabo für Deutschland. Ich mag auch die Weltwoche. Und Roger Köppel, der schlimme, rechte Hetzer, Ja, ja, spart es euch.

Ich esse nicht nur Fleisch, wie erwähnt, ich stehe förmlich auf Fleisch. Ab und an kann es auch vegetarisch sein. Aber ich würde jede Salatbar gegen ein paar Sparerips verlassen. Und zwar sofort und, so weit es mein Gewicht zulässt, im Vollsprint. Das lasse ich mir nicht von irren Veganersekten kaputt machen. Zur Not fresse ich die auch auf.

ich halte Freiheit für das Wichtigste, Wesentlichste und Schönste, das wir Menschen haben. Sie gilt es zu schützen. Sicherheit und Freiheit schließen sich – bis zu einem gewissen Punkt – nicht aus; im Gegenteil: Bis dahin  macht das andere erst möglich.

Ich bin FC Bayern Fan. Auch wenn mich diese Katar Anbiederung sehr, sehr stört. Ich werde die WM dort boykottieren. Vielleicht auch irgendwann den FCB.

Ich finde Berlin furchtbar. Richtig grauenhaft. Failed City. Einer Stadt, die pleite ist, aber Scheißhäuser für geschlechtlich Unentschlossene baut, während die Regierung kein Konzept hat, ihre Bürger vor den islamischen Clans zu schützen und die Polizei mit mangelhafter Ausrüstung ihren Dienst antreten muss. Sowas kannste nicht erfinden.

Ich mag Boris Palmer. Claudia Roth nicht.

Ich glaube nicht, dass Angela Merkel ihren Zenit überschritten hat. Sie hat gar keinen Zenit. Denn dafür müsste sie eine Vision haben. Ein, in die Zukunft gerichtetes Vorhaben. Immer wenn ich Angela Merkel im Fernsehen betrachte, sehe ich ein Testbild.

Ich bin Atheist, bin mir aber christlicher Tradition bewusst. Sonst würde ich nicht Weihnachten feiern. Der Katholizismus ist mir lieber, als diese Wischi-waschi-Sozialisten-Protestanten. Herr Bettfront-Stroh (Name leicht verändert), der Chefevangele, sieht aus wie Marcel Reif. Ist aber viel, viel bedeutungsloser.

Ich bin nicht gegen #metoo, auch wenn ich manchmal zu einseitig bin. Ja. Die Debatte ist wichtig und trifft offensichtlich auf einen Nerv. Ich wehre mich jedoch gegen Korruption, Sex gegen Leistung, und ich bin auch gegen eine Hexenjagd gegen Männer.

Natürlich bin ich gegen Quoten. Sie beleidigen die Kompetenz der Frau und konterkarieren die Freiheit der Unternehmen.

Was habe ich für ein Glück, dass ich schwul bin. Sonst wäre ich in der Endstufe heteronormativer, alter, dicker, weißer Männer, die immer noch nichts begriffen haben. Vielleicht bin ich es trotzdem. Heteronormativ mit Homoantlitz. Aber wisst ihr was: Das ist mir scheiß egal.

Ein Kommentar zu „Heteronormativ mit Homoantlitz

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