Özils letztes Foul, oder: Die Mutter der Dummen ist immer schwanger

Was das Thema Özil angeht ist, ganz frei nach Karl Valentin, bereits alles gesagt, nur noch nicht von mir. Und frei nach Mesut selbst, sind alle anderen böse Täter. Er selbst ist, klar, Opfer. Gut, dass er zurücktrat. Es folgen 13 Punkte.

1. Nach zahllosen Wochen des Schweigens, kommt nun von Özil eine ellenlange Erklärung, warum er Erdoğan getroffen hat. Natürlich ist sie eben so schwachsinnig, wie die weiland von Gündogan.

2. Er wollte mit dem Treffen kein politisches Statement abgeben, weil er ja nur Fußballer sei. Immerhin stimmt letzteres.  Ersteres ist dagegen so bodenlos blöd und es wundert, dass ein erwachsener Mann so etwas von sich gibt. Wie kann man sich mit einem Diktator ablichten lassen und über beide Backen lächelnd seine blutige Hand schütteln und danach behaupten:“ Es ist aus Respekt geschehen vor meiner Herkunft und meiner Familie“. Özil kann. Spricht allerdings nicht für seine Familie. Und nicht für seine Herkunft.

3. Özil gab das Statement in Englisch ab. Was für eine Respektlosigkeit gegenüber den deutschen Fans der deutschen Nationalmannschaft. Und, was für eine Eierlosigkeit: Keine Pressekonferenz, kein Interview, nichts. Hingabe, Verve oder gar Liebe und Stolz für die früheren Nominierungen spiegelt das nicht wider.

4. Der beleidigte Ton von Özil und dieses Jammern auf höchstem Niveau ist Spiegelbild nicht weniger Menschen mit türkisch/muslimischen Vordergrund. Dass er die Rassismuskeule auspackte, ist nur folgerichtig, oder wie ich sage: Mazyekesk.

5. Etwas Gutes hatte die Verkündung in Englisch dann doch. Nämlich, dass sich Briten zu Wort melden:70E8A623-163A-408D-A2DD-64668092BC83

Das habe ich auch in meinem Podcast einmal gesagt. „Krass“, war die Reaktion. Ja. Krass. Und wahr.

6. Özil hat nicht deshalb für Deutschland gespielt, weil er sich als Deutscher sieht, sondern weil ihn Löw damals überzeugte. Es war eine Entscheidung für seine Karriere. Viele Deutschlandfans wollen aber eine Entscheidung für das Land. Für schwarz, rot und gold. Für den Adler. Ja, ja, Nazikram.

7. Genauso, wie das für linksbesaitete Nazikram ist. Ach halt, nein, ist ja Schweden. Hier spricht jemand, der seinen Hintergrund würdigt und gleichzeitig sein Land liebt. Meilenweit entfernt von Özil und Gündogan.

8. Die Gesellschaft muss definieren, welche Anforderungen sie an ihre Nationalmannschaft hat, fern ab vom Sportlichen. Wollen sie ein durchestyltes Team von Karrieristen, die – bei Leibe nicht alle – „die Mannschaft“ als zweiten Verein sehen? Oder wollen sie mehr als das, einen Nationalgeist, ein Spiel für das Land?

9. Man kann Grindel vieles vorwerfen. Blödes Geschmarr zum Beispiel. Oder, dass er Löws Vertrag ohne Not und vor der WM über zwei Jahre hinaus auf 2022 verlängert hat. Aber Rassist ist er ( wahrscheinlich) nicht. Er hat einfach nur Pech beim Reden.

10. Bierhoff darf nie mehr Interviews über einer Länge von mehr als fünf Minuten geben. Bitte. Das ist peinlich. Der Oli war ein begnadeter Kopfballspieler, war in Italien Torschützenkönig. Das ist nicht spurlos am Stammhirn vorbeigegangen – er sollte sich in Udine eine hübsche Villa bauen, auf Pferde tippen und Pesto machen. Vor allem aber zurücktreten.

11. Özil kritisiert in seinen Ausführungen den DFB-Sponsor Mercedes Benz, weil er auf seine Mitarbeit verzichtet und fügt indirekt und süffisant hinzu, Daimler sei ja im Diesel Skandal verwickelt. Spätestens jetzt wird deutlich, dass Mesut den Text nicht selbst geschrieben haben kann und sein Berater nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Deshalb berät er ja auch den Bundesjogi. Unter uns: Özil ist für eine Weltmarke ein Imageproblem, wenn er einen Diktator „seinen Präsidenten“ nennt. Das letzte mal profitierte eine Firma aus Wolfsburg von einem Führer.

12. Löw ist historisch gescheitert. Er hätte zurücktreten müssen. Ein Mensch, der sich selbst als Visionär bezeichnet und im Anschluss gegen Südkorea und Mexiko verliert, hat ein Problem mit der Wahrnehmung. Vielleicht schneit es ja auch im Sommer im Breisgau.

13. Der Fall Özil zeigt, dass Integration nichts mit dem Einkommen zu tun haben muss, oder, wie gut man die Sprache spricht. Es kann helfen, kann aber auch egal sein. Wenn Türkischstämmige in Deutschland für die Todesstrafe in ihrem Herkunfsland auf die Straße gehen, wenn sie ihren Führer anbeten, der ihnen niemals dieses freie Leben ermöglichen würde, dann ist das gescheiterte Integration. Sie pflanzen Kindern die Intoleranz ins Hirn. Sie erziehen sie zur Integrationsunfähigkeit. Nicht alle, aber zu viele.

Und Özil ist davon Teil.

 

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