„Antisemiten aller Länder, vereinigt euch!“ – Das Judenproblem der Stadt Wuppertal

Deutsche haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie feiern Jubiläen von Leuten, die den intellektuellen Nährboden für Leid und Krieg geliefert haben. Einzige Bedingung: Keine NSDAP! So feiert man Luther, so gibt man für Marx eine Party und so wird man in 2020 in Wuppertal Friedrich Engels bejubeln. Es muss doch seine teutonische Ordnung haben.

Nun dürfen zu einer Kommunismusfeier waschechte Kommunisten nicht fehlen. Hierzu ist Gabriele Fechner von der marxistisch-leninistische Partei Deutschland, kurz MLPD, geladen, eine Partei, die ein Problem mit Juden und Israel hat. Mein Freund Dominik Korthaus hat daher Kontakt zum Oberbürgermeister Andreas Mucke aufgenommen. Das fast stoisch-sachliche Schreiben und die dürftige Antwort lesen Sie hier.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 

wie ich mitbekommen habe ist nun das vielfältige Programm zum Engels Jahr 2020 vorgestellt worden. 

Verwundert bin ich jedoch über die im offiziellen Programm beworbene Veranstaltung am 23.04.2020 um 19:00 Uhr in der Färberei in Oberbarmen. 

Eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Von der Utopie zur Wissenschaft – Friedrich Engels und der Sozialismus“ – sein Sie sich gewiss dass ich weniger Bedenken bzgl. des Titels als zur hierzu eingeladenen Referentin, Frau Gabriele Fechtner von der MLPD, habe. Präsentiert wird die Veranstaltung von der Willi-Dickhut-Stiftung e.V., einer Vorfeldorganisation der MLPD. 

Frau Fechtner ist Vorsitzende einer Partei, die keinen Hehl aus ihrer Sympathie und Unterstützung der in der EU als Terrororganisation eingestuften PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) macht. 

Von 1967 bis 1972 organisierte die PFLP Flugzeugentführungen und Geiselnahmen. Hiernach verübte sie vor allen Dingen Sprengstoffanschläge in zwischen Israel und Palästina umstrittenen Gebieten. 

Ferner strebt die PFLP mit allen Mitteln die Zerstörung des Staates Israel an. Der Staat, zu dem die Stadt Wuppertal über die Stadt Be‘er Sheva seit 1977 partnerschaftliche Beziehungen pflegt. 

Zur Bundestagswahl 2017 trat die MLPD ein gemeinsames Wahlbündnis mit der PFLP an, was jedoch von beiden dementiert wurde. In der hierzu seitens MLPD ausgegebenen Stellungnahme (Link: http://www.internationalistische-liste.de/koordinierungsgruppe-veroeffentlicht-klarstellung/) heißt es jedoch: 

„Sympathisanten der PFLP engagieren sich jedoch in unserem Bündnis und vertreten hier unter anderem und neben Anderen die Interessen der Palästinenser.”

Ob dies nun Sympathisanten oder Mitglieder der PFLP sind, sei dahingestellt. Die MLPD begrüßt grundsätzlich und explizit die politischen Einstellungen der PFLP: 

„Wir distanzieren uns keinesfalls von der PFLP und ihrem politischen Wirken. Die Mitwirkung von Sympathisanten der PFLP in unserem Bündnis hat ihre ideologische Berechtigung. Wir unterstützen den Freiheitskampf des palästinensischen Volkes gegen den Imperialismus, auch in Form des israelischen Staats. (…) Wir halten an unserer Forderung nach einer Streichung der PFLP von den durch die bürgerlichen Parteien und Regierungen politisch instrumentalisierten so genannten „Terrorlisten“ fest.”

Hiermit spricht die MLPD dem Staate Israel sein Existenzrecht ab! Das in der Stellungnahme der MLPD genannte Engagement gegen Antisemitismus ist somit auch nichts weiter als heiße Luft.  

Ich erinnere Sie daher nur allzu gerne an den Beschluss des Rates der Stadt Wuppertal, die Resolution gegen antisemitische Hetze und Gewalt vom 08.07.2019, in der es u.a. heißt: 

„Mit dem Staate Israel und seinem außer Frage stehenden Recht auf Existenz und Selbstverteidigung bekennen wir uns solidarisch..“ 

Was ist nun also von der hier genannten Solidarität mit dem Staate Israel zu halten, wenn Unterstützer und Sympathisanten der PFLP im offiziellen Programm der Stadt zum Engels Jahr 2020 auftauchen? 

In Ihrer eigenen Rede anlässlich der Verabschiedung der o.g. Resolution sagten Sie übrigens folgendes: 

„der Rat der Stadt Wuppertal bekennt sich in dieser Resolution dazu, Antisemitismus in allen seinen Formen zu verurteilen und zu bekämpfen.“

Nun, dann wäre es denke ich nun auch nicht zu viel verlangt, wenn Sie sich dafür einsetzen, dass die Willi-Dickhut-Stiftung e.V. und ihre Referentin, Frau Gabriele Fechtner, zu Veranstaltung am 23.04.2020 in der Färberei ausgeladen werden! 

Mit freundlichen Grüßen 

Dominik Korthaus

Sehr geehrte Frau König, Sehr geehrter Herr Nocke,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Antwort auf meine Mail vom 16.10.2019.

Dann scheint es also offenbar schon bei den entwickelten Grundsätzen kein Problem gewesen zu sein Stiftungen zu berücksichtigen, welche Parteien nahe stehen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden und wiederum mit auf der Terrorliste der EU stehenden Organisationen wie der PFLP sympathisieren, diese gar unterstützen? Ich bin fassungslos.

Im Übrigen macht es die besagte Veranstaltung nicht besser, wenn weder im Programmhinweis noch sonst wo Hinweise auf undemokratische, menschenfeindliche, antisemitische, antizionistische und rassistische Inhalte zu finden sind, diese jedoch anderswo ungeniert in die Öffentlichkeit gebracht werden.

Und wenn die von Ihnen benannte Maxime zu Beginn der Planung des Programms zum Engelsjahr bereits ausgearbeitet worden wäre, hätte die Willi-Dickhut-Stiftung und ihre Referentin, die Vorsitzende der MLPD, überhaupt nicht erst eingeladen werden dürfen und das auch unabhängig von dem Thema, um dass es während der Veranstaltung geht.

Es reicht auch nicht einfach nur davon auszugehen, dass sich alle Veranstalter an die genannten Grundsätze halten. Es hätte sichergestellt werden müssen, dass solche Stiftungen und Referenten überhaupt nicht erst dazu eingeladen werden das Programm zum Engelsjahr zu „bereichern“.

Sie haben mir mit Ihrer Antwort somit nicht dienen können und ich fordere daher weiterhin die Stiftung und ihre Referentin aus dem Programm zum Engelsjahr zu nehmen.

Ferner würde ich mich noch auf eine Antwort des Oberbürgermeisters auf meine E-Mail freuen.

Vielen Dank und

mit freundlichen Grüßen

Dominik Korthaus

5 Kommentare zu „„Antisemiten aller Länder, vereinigt euch!“ – Das Judenproblem der Stadt Wuppertal

  1. Ich möchte meinem Kommentar vom 02. Dezember 2019, 02.27 noch etwas hinzufügen:

    Der frühere Bundestagsabgeordnete VOLKER BECK hatte geäussert, die MLPD kandidiere auf einer Liste mit der PFLP, ferner äusserte Beck sinngemäss, die MLPD kandidiere gemeinsam mit Terroristen.

    Die MLPD erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen Beck, welche Beck allerdings wieder „vernichtete“.
    Die MLPD ging in Berufung vor das Hanseatische Oberlandesgericht – und verlor diese ebenfalls.

    Die MLPD ist ein mehr als merkwürdiger Verein.
    Sie benutzt als angeblich „revolutionäre“ Partei die „bürgerliche Klassenjustiz“, welche angeblich in den Händen der Kapitalisten läge – Schon das ist ein Widerspruch.
    Und dann meint die MLPD, sie könnte andere Leute knebeln, ihnen den Mund verbieten – Wenn diese Nullkommanull-Prozent-Sekte jetzt schon so rabiat ist, wie würde diese Sekte sich aufführen, wenn sie so stark wäre wie ihr Vorbild, die KPDSU unter Stalin???

    Noch etwas:
    Obwohl unerwünscht, drängt sich die MLPD der FridaysForFuture-Bewegung auf, versucht sogar, gegen den Willen von 95-99 Prozent der FFF-DemonstrantInnen, MLPD-Fahnen und Schmierpamphlete – Verzeihung: Flugblätter mitzubringen und unters Volk zu verteilen.
    Wenn die MLPD das auch höchstrichterlich durchkriegt, können und müssen wir folgendes machen:
    Wir werden über Lautsprecher alle Zirkusnummern der MLPD veröffentlichen, solange, bis die MLPD-Fuzzis die Schnauze voll haben und sich vom Acker (von der Strasse) machen.

    II.
    Die MLPD ist aus einem weiteren Grunde eine Lügner- und Betrügerbande.
    Die MLPD hat der Öffentlichkeit vorgelogen, sie habe dem Chef der rassistisch-rechtsradikalen „Alternative für Deutschland“(AfD), JÖRG MEUTHEN, eine Unterlassungserklärung abgetrotzt, wonach Meuthen unterlassen wolle zu behaupten, die MLPD sei eine Gruppierung, die den Abschiebebehörden Feuer und Flamme verspreche.
    Lesen Sie den Artikel:

    „AfD-Chef Jörg Meuthen zieht seine Attacke auf die MLPD bei „Anne Will“ zurück“

    auf http://www.rf-news.de und http://www.mlpd.de

    Überzeugen Sie sich selbst!
    Fordern Sie die MLPD auf, Ihnen diese Unterlassungserklärung zuzusenden oder diese als PDF-Datei zu veröffentlichen, was die MLPD bei den meisten ihrer juristischen Glanzleistungen macht.
    Sie bemühen sich erfolglos.
    Was ist daran so schlimm, dass die MLPD diese Unterlassungserklärung Meuthen´s ERSTUNKEN und ERLOGEN hat?
    Das Schlimme ist, es geht der MLPD überhaupt nicht um „Antifaschismus“, sondern darum, sich geradezu exhibitionistisch in den Vordergrund zu schieben.
    Mit solch erfundenen Heldentaten beweihräuchert sich die MLPD selbst, weil sie programmatisch ABSOLUT NICHTS zu bieten hat.
    Man kann der FridaysForFuture-Bewegung und auch sonst keiner sozialen Bewegung zumuten, die MLPD zu ertragen, denn die MLPD ist unerträglich.
    Wenn die MLPD das Volk belügen, betrügen, übers Ohr hauen will, soll sie doch eine eigene „MLPD-Demo“ anzetteln, die räumlich getrennt von der FridaysForFuture-Demo ist.
    Es ist doch Platz genug da.

    Markus Wolf
    Ehemaliges MLPD-Mitglied

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  2. Die „Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands“(MLPD), der Frau Gabi Fechtner vorsteht, hat vor ein paar Jahren einen Prozess gegen die Publizisten Rudolf van Hüllen und Harld Bergsdorff fast gänzlich verloren.
    van Hüllen/Bergsdorff hatten ein Buch herausgegeben mit dem Titel: „Linksextrem: Deutschlands unterschätzte Gefahr?“ und darin auf ca. 7 – sieben – Seiten eine so gewaltige Lobeshymne auf die MLPD gesungen, dass die MLPD sich zu sehr geschmeichelt fühlte und deshalb beim Landgericht Essen, Az. 4 O 246/12 klageweise beantragte, die gesamten 7 Seiten über die MLPD zu zensieren (zu streichen, zu schwärzen), „hilfsweise“ nur die Textstellen zu streichen, welche der MLPD am meisten im Magen lagen.
    Die Stellen, welche die MLPD gestrichen haben wollte, bezeichnete die MLPD unter anderem als
    „frei erfundene infame Lügen und Verleumdungen“
    Der Prozess wurde zu einem juristischen und politischen „Stalingrad“.
    Fast alle Feststellungen über die MLPD dürfen ungeniert in die Welt posaunt werden.
    Folgendes darf über die MLPD gesagt werden, auch wenn`s der MLPD nicht schmeckt:
    1.
    Die MLPD ist eine Sekte bzw. in marxistisch-leninistische Parteiform gekleidete Sekte“
    2.
    Kontakte der Mitglieder nach aussen beschränken sich auf das politisch und alltagstechnisch Notwendige
    3.
    Die MLPD führt Gehirnwäsche bzw. maoistische Gehirnwäsche durch.
    4.
    Die MLPD kennt enorm repressive Strukturen, welche darauf abzielen, Familienangehörige und Freunde der MLPD entweder in die MLPD zu ziehen oder sozial zu isolieren.
    5.
    Neu gewonnene Mitglieder erhalten unangemeldete Besuche höherer Funktionäre, um auf Einflussmöglichkeiten des Klassenfeindes kontrolliert zu werden.
    6.
    Intellektuelle sind in der MLPD eher nicht willkommen, da sie dazu neigen, die Holzschnittartigkeit der Ideologie und die internen Lenkungsmechanismen zu durchschauen.
    7.
    Spendensammlungen werden mit hohem moralischen Druck durchgeführt.
    8.
    MLPD-Mitglieder, die nach Jahren den Autismus und die Aussichtslosigkeit der selbsternannten Partei der Massen durchschauen, werden als ausgebrannte, leere Hülsen abgestossen.
    9.
    Der frühere MLPD-Vorsitzende Stefan Engel hatte als Gralshüter der proletarischen Denkweise das MLPD-Monopol zu entscheiden, wann ein x ein x und wann es ggf. ein u ist.
    10.
    Um den früheren MLPD-Vorsitzenden Stefan Engel hat sich … PERSONENKULT entwickelt
    Vorsicht: Man darf NICHT sagen, dieser Personenkult sei „massiv und an die Vorbilder Stalin und Mao gemahnend“
    11.
    In der MLPD finden … SÄUBERUNGEN statt.
    Vorsicht: Man darf NICHT sagen, es seien „ständige“ oder „periodische“ Säuberungen.
    Die „Schadensersatzsumme“ von lächerlichen 10.000 – zehntausend – Euro wies das Gericht in Bausch und Bogen ab.
    Gegen das Urteil ging die MLPD in Berufung vor das OLG Hamm – und verlor diese hundertprozentig.
    Das OLG Hamm liess die Revision beim BGH nicht zu.
    Hiergegen legte die MLPD Nichtzulassungsbeschwerde ein, welche natürlich, wie könnte es anders sein, abgewiesen wurde.
    Nun liess es sich die MLPD nicht nehmen, hiergegen Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einzulegen.
    Das BVerfG nahm die Verfassungsbeschwerde nicht einmal zur Entscheidung an, kein Wunder, angesichts eines solch unqualifizierten Geschwätzes.
    Angesichts der Tatsache, dass dieses Urteil rechtskräftig ist, ist das, was van Hüllen/Bergsdorff über die MLPD feststellten KEINE „Meinung“ mehr, sondern wurde in den Rang OFFENKUNDIGER TATSACHEN erhoben.
    Verfassungsschutzberichte sowie die Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung, alle Medien und Verlage können das, was die MLPD vergeblich „wegklagen“ wollte, als offenkundige Tatsache breit unters Volk bringen.
    Lesen Sie den Artikel: „Vergleich mit Stalin und Mao verletzt Persönlichkeitsrechte“ auf der Website der RAe Damm & Coll., Hamburg.
    Unter dieser Überschrift ist das Urteil 4 O 246/12 LG Essen veröffentlicht.
    Und die Stadt Wuppertal läd die Obergura Gabi Fechtner dieser Politsekte ein???
    Das ist doch das Letzte!
    Markus Wolf
    Ehemaliges MLPD-Mitglied

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