Julians Coronatagebuch Teil 5 – Der Elektrolehrer

Wissen Sie woher der Begriff „Eine Lanze brechen“ kommt? Nein?

Ich auch nicht. Ist auch egal. Ich will sie aber brechen, eine Lanze. Hehe. Für die Lehrer, die sich gerade in E-Learning Plattformen kreativ ausleben und den Schülern versuchen, trotz Corona Stoff zu vermitteln. Ne, ehrlich. Ich find’s gut. Und das sind nicht unbedingt die Informatiklehrer, die dieses Internet studiert haben. Überhaupt und gerade jetzt im ist es wichtig, die Leut‘ auch mal zu loben. Ja. Ich finde den Einsatz einiger klasse.

Ich hab‘ mich ja amüsiert, als ein Freund – nicht ganz ohne stolz – mir sein Video schickte, wie er eine virtuelle Unterrichtsstunde hielt. Im Hintergrund ein Klassenzimmer, wahlweise bewegliche Palmen, bis dann der Lehrkörper ins Bild huscht und mit blendender Laune die Stunde beginnt. Selbst wenn, was ich nicht glaube, der pädagogische Wert bei Null liegt, so haben die Schüler wenigstens Ablenkung, die ihnen womöglich ganz gut tut, wenn sie die meiste Zeit (hoffentlich) zu Hause sind.

Und so leisten Pädagogen aller Couleur ihren Beitrag, die Zeit erträglicher und produktiv zu gestalten. Leider sind nicht alle Lehrer der Regelschulen so flexibel. So wird von ganz besonderen Kandidaten berichtet, die sich weder mühen, noch sonst um die Schüler und deren Bildungsstand scheren, aber fröhlich weiter volles Salär beziehen. Da wünscht man sich doch Sanktionsmöglichkeiten.

Ohnehin ist das Konzept des Elektrolehrers gar nicht mal so dumm und wird, auf kurz oder lang, die Budgethüter der Bundesländer auf den Plan rufen. Was man da sparen kann! Ein Generallehrer für alle Schüler. Generallehrer 7. Klasse Gymnasium Mathe. Ein Generallehrer 5. Klasse Deutsch Realschule usw. Faszinierend. Für das gesparte Geld am Personal macht man dann Bayern digital und stattet die Kids mit ordentlichen Rechenmaschinen aus. Gut, pädagogisch ist das nur am Rande sinnvoll, aber gespart ist gespart, denkt sich der Finanzminister mit den Dollarzeichen in den Augen.

Aber mal ehrlich: Das wäre doch etwas für den Unterricht. Auch wenn jetzt der falsche Zeitpunkt ist (oder genau der richtige?) zum zusätzlichen investieren, Teleunterricht als ersetzendes Element, ist doch wenigstens bemerkenswert. Ich hab‘ ja keine Ahnung, aber das kann man mal auf die Agenda (wichtig, „Agenda“) setzen. Problem: Am Ende scheitert es wohl an „bring your own device“, eine nette Umschreibung für „Ich habe ne geile Idee, die ihr bezahlen müsst“, also die Eltern, die die Endgeräte selbst anschaffen müssen.

Aus Sicht meiner Arbeit, ich arbeite für eine Personaldienstleistung, grassieren die skurrilsten Krankheiten. So scheint Corona gerade bei jüngeren Leuten im Körper zu streuen und zwar in den Rücken, wahlweise in den Magen und den Darm. Ja! Und die können dann auch nicht arbeiten, weil Rücken oder Darm oder Magen. Das sollte „die“ Wissenschaft einmal untersuchen, ich kann da Geschichten erzählen…

 

 

 

 

 

 

 

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