Julians Coronatagebuch – Teil 7 – Die Sandwichsensation

Der Druck steigt.

Eine Bäckereikette setzt erste Mitarbeiter frei, da das Café- und Frühstücksgeschäft seit den Ausgangsregeln wegfallen und somit Geld fehlt.

Ja, ich weiß, so beginnt man keinen Blogpost, der den Anspruch hat, positiv zu sein. Sie haben ja Recht, ja. Ich könnte das auch anders schreiben und zwar so:

„Ich habe für nächste Woche neue Mitarbeiter bei einem Lebensmittelproduzenten eingetellt.“

Und das stimmt genauso. Nicht alle, aber die meisten, die bei der Brotherstellung gehen müssen, können woanders anfangen. Es ist wie mit dem berühmten halb gefüllten Glas. Manches kann man so und anderes so sehen. Und nein, ich möchte nicht die irre Uminterpretierung wiederholen, der Virus sei eine Chance. Gang runter schalten, mal so richtig zu sich kommen. Den Sinn des Lebens finden zwischen vier Wänden und ohne Klopapier. Darum geht es nicht. Und mir gehen auch diese Chakka-Powerverkäufertrainer auf den Sack, die keine Probleme kennen, sondern nur „Herausforderungen“. Laber nicht!

Krebs ist ein großes Problem, Arbeitslosigkeit auch, ein Fleck auf dem Anzug ist ein sehr nerviges Problem, weil der in die Reinigung muss. Das ist ganz sicher keine Herausforderung. Was soll denn da herausfordernd sein? Zur Reinigung zu kommen, oder was?! Na gut, zur Zeit…. Wobei, WOBEI, die Reinigung am Hauptbahnhof geöffnet hat. Also.

Aber trotzdem: Ab und zu den Sachverhalt mal von der anderen Seite zu denken, hilft. Denn es ist doch so: Wenn ich mir den ganzen Tag vorstelle, ich könnte in einen Haufen Hundescheiße treten, dann wird es irgendwann passieren. Und wenn nicht, dann habe ich den ganzen Tag den Gedanken im Kopf, ich könnte in einen Haufen Hundescheiße treten. Ich kenne jemanden, der regelmäßig bei schönen Wetter das drohende und potentielle Gewitter bejammert. Bei 29 Grad und Sonne höre ich dann sowas: „Ohje, morgen wird es vielleicht regnen. Was machen wir denn da?“ Ja, was machen wir denn da? Regenschirm aufspannen wäre eine Option.

Statt einem Dokutipp habe ich für euch, ihr lieben Leser, ein Sandwichrezept. Meine Sandwichsensation! Selbst kreiert! Gut, das ist bei einem belegten Brot nicht so furchtbar schwierig, aber immerhin.

Ihr braucht an Zutaten:

– Toastbrot

– Rucola

– Ketchup

– Mayonnaise

-Bacon

– Tomaten

– Gurken

-Käse (Ich nahm Cheddar, gehen aber auch andere Sorten)

-Salz

– Olivenöl

Und so gehts:

Den Rucola waschen und etwas zerzupfen. Den Cheddar und den Bacon auspacken (hehe), Tomaten und Gurken in Scheiben schneiden. Etwas Bacon und ein Stück Gurke vorab verspeisen. Das Toastbrot in einen Toaster geben und den Toastprozessvorrichtungshebel aktivieren. Die Gurkenscheiben mit etwas Salz bestreuen. Den Bacon in einer Pfanne mit Olivenöl kross anbraten. Den Cheddar auf eine Toastbrotscheibe ablegen und für eine Minute in die Mikrowelle, bis er etwas zerläuft. Die andere Brotscheibe mit etwas Ketchup und Mayonnaise bestreichen. Anschließend reichlich Rucola darauflegen, ebenso wie die Gurkenscheiben und Tomaten. Schließlich den Bacon auf die Gemüsen (hehehe) trappieren und mit der zweiten, vom Cheddar umarmten Toastbrothälfte das Sandwichkunstwerk vervollkommnen.

Variante:

Nachdem ihr den Bacon gebraten habt, entfernt diesen aus der Pfanne und bratet in dem Fettgemenge die beiden Toastbröter (hehehehe) an; auf einen den der beiden den Chedda legen bis dieser zerlaufen ist.

Mahlzeit.

Das Wochenende beginnt ab jetzt. Lasst es euch gut gehen, meldet euch bei euren Liebsten via Skype oder Telefon, Rohrpost, Rauchzeichen oder Telefax (Wichtig, „Tele“). Dreht Videos (zwinker) und nehmt Sprachnachrichten auf. Lasst euch nicht alleine. Es ist keine leichte Zeit und alleine wird es eng und einsam. Aber zusammen kriegen wir das hin, da bin ich sicher.

 

 

 

 

 

 

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