Ich möchte Sie um Entschuldigung bitten!

Von Julian Marius Plutz.

Ich möchte Sie alle in aller Form (ganz wichtig) um Entschuldigung bitten. Menschen machen Fehler. Menschen irren sich. Auch ich habe Fehler gemacht, auch ich habe mich geirrt. Und ich habe einen Fehler begangen. Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe! Und das tritt nach meinem Kenntnisstand… ist das sofort, unverzüglich.

Ist das nicht rührend? Die Kanzlerin entschuldigt sich für etwas, was sie nicht getan hat. Sie hat nicht veranlasst, dass sie uns von Gründonnerstag bis Ostermontag weg sperrt. Sie hat sich entschuldigt, dass sie Geschäfte nun doch nicht willkürlich schließen lässt. Es tut ihr aufrichtig leid und sie übernimmt die gesamte politische Verantwortung, was auch immer das bedeuten soll. Und sie reiht sich ein in die großen Worte überforderter Kreaturen, siehe Günter Schabowski, Chrisoph Daum, oder Michel Friedman.

Täte sie tatsächlich Verantwortung für ihre irre Corona Politik übernehmen, wäre sie längst nicht mehr im Amt. Sie würde erkennen, dass sie keinen Zugriff mehr auf die Macht hat (was grundsätzlich erst mal eine gute Nachricht ist). Sie würde realisieren, falls auf dem Planeten Angela noch ein Funken Realität ankommt, dass sie lange nicht mehr für das Volk spricht. Ihre Zeit ist so sehr gekommen, dass die Zeit schon wieder gegangen ist. Werte kommen und gehen – Aber Merkel, die bleibt.

Aber jetzt hat sie um Entschuldigung gebeten. Das Wesen einer Entschuldigung ist es, dass der Empfänger sie annehmen kann, oder eben nicht. Ich nehme sie beispielsweise nicht an. Sie etwa? Aber im Land der Ewigherrscher bedarf es schon mehr, damit jemand zurücktritt. Sie doch nicht. „Das letzte, was wir gebrauchen können“, sagte Carsten Schneider (SPD), „ist eine Regierungskrise“. Das ist natürlich ein schillerndes Argument. Da die Regierung in keiner Situation eine Regierungskrise gebrauchen kann, wird der Regierungschef auch nie zurücktreten. Wie praktisch.

Skandale kommen und gehen – Aber merkel bleibt

Aber immerhin: Auf die vierte Gewalt, die zum zwölften Mann mutiert ist, kann sich Merkel verlassen. „Respekt“, zollt die Journaille ihr ab, dass sie „den Mut hat, sich zu entschuldigen“. Und in der Tat ist es selten, dass Politiker für ihr Fehlverhalten gerade stehen. Aber eine Entschuldigung ohne folgerichtige Konsequenz ist eben nur ein leeres Wort. Für die wirklich wichtigen Dinge hat sie sich nicht entschuldigt. Impfstoffe, die fehlen. Schnelltests, die es in der Breite nicht gibt. Hilfen, die nicht ankommen. Künstler, die am Berufsverbot verelenden. Menschen, die vereinsamen. Operationen, die verschoben werden müssen. Kinder, die um ein Jahr Bildung beraubt werden. Gastronomen, die ihr Lebenswerk aufgeben. Grundgesetze, die ignoriert werden.

Dafür sollte Merkel um Entschuldigung bitten. Dass eine lächerliche Konferenz in die Hose ging, geschenkt. Weder der Beschluss über die Osterruhe, was für ein Euphemismus, noch die Rücknahme dessen hat im Leben der Bürger irgendetwas verändert.

Und daher bleibt ihr nichts anders übrig, als bei den Bürgern die rechte Gehirnhälfte anzusprechen: Die Emotionen. (…) „Ich bedauere (es) zutiefst, und dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung.“ Damit ist alles geklärt. Auch morgen heißt die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Christoph Daum und Michel Friedman sind wenigstens zurückgetreten oder gar nicht erst angetreten. Skandale kommen und gehen. Aber Merkel bleibt.

3 Kommentare zu „Ich möchte Sie um Entschuldigung bitten!

  1. Die Frau ist zäh wie Juchtenleder. Hinterhältig, verlogen und für Deutschland und Europa eine Gefahr.

    Wenn wir zurückblicken in die Jahre 2015/16, erinnern wir uns, dass die Diskussionen über illegale Migration und ihre Folgen, genauso abläuft wie die Diskussionen über die Plandemie. Es herrscht totales Chaos, der Überblick fehlt, Kontrollverlust an allen Ecken und Enden, und die Zusammenhänge zwischen der Plandemie und der illegalen Migration, werden gänzlich außer Acht gelassen. In beiden Fällen sind das Resultat Tote.

    In beiden Fällen muss man die Grenzen schließen, in beiden Fällen ist das nicht geschehen, und so nimmt das Unglück seinen Lauf.

    Mit einer Entschuldigung darf diese Frau nicht davon kommen. Die mannigfachen Gesetzesbrüche, die diese Frau zu verantworten hat, und die daraus resultierenden Katastrophen für Deutschland, müssen ein juristisches Nachspiel haben. Das ist nur schwer zu realisieren, da die Deutsche Justiz, der Steigbügelhalter dieser Frau und ihrer Policy ist und ebenfalls zum Merkel-Komplott gehört. Der tiefe linke Staat ist ein weiteres Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft, von der wir uns befreien müssen.

    Selbst wenn diese Frau von der Bildfläche verschwindet, nützt uns das wenig. Die nächsten Merkels sitzen schon in den Startlöchern und werden stoisch Muttis Kurs fortsetzen.

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  2. Lieber Hr Plutz, Frau Levante
    Möchte man jmd zu einer Verhaltensänderung erziehen (in dem Fall Merkel), hilft es doch nix, Sie immer als Scheisse zu titulieren. Man muss auch mal loben, oder?
    Wäre doch schön, auch Sie würden sich mal für ihre ausgekackte Wurst(texte) entschuldigen.
    Grüsse
    Prof Pfosten

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