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Ökonomik

Der Ausverkauf geht weiter – Kabinett beschließt Einstieg Chinas in den Hamburger Hafen

Von Julian Marius Plutz

Das Bundeskabinett hat den Einstieg Chinas in den Hamburger Hafen beschlossen. Noch während sich die Regierung uneins war, hatte sich Kanzler Scholz längst entschieden, in Kürze nach China zu reisen. Investitionen des asiatischen Landes sind nicht neu: Seit mehr als zehn Jahren kauft China deutsche Unternehmen.

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Allgemein

Live auf GETTR!

Zwei mal in der Woche streame ich Live auf dem sozialen Medium GETTR. Zu Gast waren bisher der Stromexperte Thomas Eisenhuth und der ehemalige China- und Fernostkorrespondent von STERN und der Wirtschaftswoche Philipp Mattheis.

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Außenpolitik

Warum Liz Truss keine echte Chance hatte

von Julian Marius Plutz.

Glaubt man dem Klassiker von Jules Verne, so ist es möglich, in 80 Tagen die Welt zu umrunden. 1873 veröffentlichte der Franzose den gleichnamigen Roman, der zahlreiche Interpretationen und Filme hervorbrachte. Was man nicht alles in nicht einmal drei Monaten schaffen kann! Oder auch nicht, wie im Falle der eben zurückgetretenen Premierministerin von Großbritannien Liz Truss. Ganze 45 Tage bekleidete sie das höchste Ministeramt der Insel. Rekord, so kurz war noch keiner ihrer Vorgänger im Amt.

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Gesellschaft

Blackout und Energiekrise: Was die Politik tun muss und Bürger tun können

Von Julian Marius Plutz.

Behörden warnen bereits seit Jahren vor einem flächendeckenden Stromausfall und raten Bürgern, vorzusorgen. Insofern ist der Blackout gerade eben nicht das Verschwörungsthema, als das es in Teilen der Medien betrachtet und somit bewusst ignoriert wurde.

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Kultur&Medien

#HaltDieFresseBild ist ein Anschlag auf die Pressefreiheit

Von Julian Marius Plutz

Was Doro Bär einmal sagte, stimmt: „Twitter nutzen vor allem Politiker, Journalisten und Psychopathen“. Da sowohl die CSU-Abgeordnete, als auch der Autor dieser Zeilen fein raus sind, obliegt die dritte Zuschreibung, „Psychopathen“, den restlichen Nutzern. Dabei geht es weniger um eine Pathologisierung, als um eine Zuschreibung sittenabweichendes Verhalten; um es einmal höflich zu formulieren.

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Ökonomik

Abhängigkeit von Putins Gas: Doch Merkel will nichts falsch gemacht haben

Von Julian Marius Plutz.

Politiker pflegen mindestens eine Unart zu haben: Selten sind sie in der Lage, aufgrund falscher Entscheidungen um Entschuldigung zu bitten. Dabei vermissen genau das die Wähler: Aufrichtigkeit und eine echte Fehlerkultur. Mein Vater pflegt den klugen Satz zu sagen: „Wer arbeitet macht Fehler. Wer viel arbeitet macht viele Fehler. Und wer keine Fehler macht, der ist ein fauler Hund.“ Letzteres möchte ich Politikern nicht unterstellen, den Mittelteil der Stilblüte dagegen schon. Doch es stimmt: Wo Menschen agieren, werden Menschen auch immer Fehler machen.

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Kultur&Medien

Antisemitische Künstler erhalten Gastprofessur

Von Julian Marius Plutz.

Die Künstler von „ruangrupa“ haben mit ihren antisemitischen Werken auf der documenta für einen Skandal gesorgt. Nun werden zwei von ihnen Gastprofessoren an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Die Entscheidung prallt auf Kritik, es gibt aber auch Zustimmung

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Allgemein

Endstation IKEA: Wenn ein Möbelhaus zur Vorhölle mutiert

Von Julian Marius Plutz.

Es gibt Dinge, die muss man nicht erlebt haben. Fünf Jahre Knast in Tschetschenien zum Beispiel. Oder eine Wurzelbehandlung, bei der die Behandlung versagt. Oder aber eine Doppelfolge der Erfolgsserie „Forsthaus Falkenau“, bei der selbst die Füße von Toten einschlafen, was eine durchaus reife Leistung ist. Bei manchen Dingen weiß man einfach, wie es ausgeht, nämlich unschön. Und dennoch kommt man nicht umhin, sich diesem Erlebnis zu widmen. Tausendfach erlebt, tausendfach ist nix passiert. Außer Bluthochdruck, bis hin zur völligen mentalen Entkernung des eigenen Ichs. Die Rede ist von einem IKEA Besuch am Samstag Nachmittag.

Doch was tut man nicht alles für die traute Familie, genauer gesagt für Muttern. Muttern möchte „Polster“ kaufen. Die Konkretisierung der etwas allgemeinen Formulierung „Polster“ sollte sich im Laden selbst ergeben. Doch bis dahin sollten Stunden vergehen , die sich wie Myriarden an Tiraden herzloser Folter anfühlten. Doch der Reihe nach.

Ich fuhr Auto. Warum auch nicht? Dazu muss man wissen, dass mein Orientierungssinn in etwa so ausgeprägt ist wie portugiesisch in Nordkorea. Doch, wie erwähnt, was tut man nicht alles für Muttern. Diese lotste mich. Dazu muss man wissen, dass der Orientierungssinn meiner Mutter in etwa so ausgeprägt ist wie koreanisch in einem spanischen Dorf. Nach einer sehr ungelenken Fahrt, kurz Autobahn, dann wieder runter, um durch ganz Lengfeld, das ist ein Stadtteil von Würzburg, zu gurken, um sich dann wiederum auf dem Parkplatz eines Baumarktes zu verfahren (!) kamen wir nun schließlich an. Dachte ich zumindest.

Wir parken zu weit von dem Eingang weg!“

Ich hielt und wollte aussteigen. Doch wo ist der Autoschlüssel? Es handelt sich bei dieser technisch ausgefeilten Variante nicht um einen Zündschlüssel, sondern um eines dieser kontaktlosen Dinger, die man einfach irgendwo im Auto hinlegen muss, damit selbiges anspringt. Genau, irgendwo. Und irgendwo habe ich oder Muttern den Schlüssel verlegt. Handtasche? Nein. Jarkett? Fehlanzeige. Hosentasche? No. Saß einer von uns etwa auf dem Schlüssel? Nicht die Bohne. Am Ende lag der Schlüssel wenig spektakulär, dafür um so schwieriger zu finden in einen dieser zahllosen toten Ritzen von Automobilen, die findige Innenraumingenieure ursprünglich dafür entworfen haben, um Schmuggelware zu transportieren, so schlecht kommt man an die abgelegten Gegenstände heran.

Wenn Sie glauben, wir könnten nun, zwar leicht entnervt, aber immerhin den oder die IKEA betreten, der hat die Rechnung ohne meine Mutter gemacht.

„Du hast zu weit weg vom Eingang geparkt“, merkte sie nach der Schlüsselsuche an.

„Wie bitte?“ entgegnete ich.

„Naja, es ist kalt. Fahr doch näher an den Eingang“.

Um weitere Blutdruckattacken zu vermeiden, ersparte ich mir weitere Kommentare, biss mir auf die Lippen und fuhr aus der freien Parklücke heraus, um das Fahrzeug in Richtung Eingang zu bewegen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir sibirische 14 Grad Celsius.

Je näher der Eingang auf uns zukam, desto weniger Parkmöglichkeiten ergaben sich. Dieses völlig überraschende Szenario lies meine Mutter jedoch völlig kalt.

Operation: Auto einparken


„Fahr rechts“, ordnete sie an und ich fuhr in eine weitere Parkbucht.

„Da ist doch ein Parkplatz“, rief sie aus und tatsächlich. Da war eine Parklücke. Zwar eher für einen Fiat Punto, als für einen Ford Focus in Kombiausführung. Dort angekommen, schaute ich nach rechts.

„Der kommt niemals in sein Auto“, entgegnete ich meiner Mutter und deutete auf eine ca sieben Zentimeter große Lücke zum benachbarten Vehikel.


„Ach was, das geht schon“, erwiderte sie. Ja, wenn die Person an Anorexie leidet, dann hat sie eine Chance in ihr Auto einzusteigen. Aber da ich mich nicht auf diese Unwahrscheinlichkeit verlassen wollte, fuhr ich wieder aus dem Parkplatz und fand schließlich eine andere Möglichkeit, das Auto abzustellen. Leider und sehr zum Leidwesen meiner Mutter, zu weit weg vom Eingang.

Nach dem eiskalten Todesmarsch von rund 35 Metern kamen wir erschöpft am Sehnsuchtsort der Kreuzdebilen an. IKEA, was habe ich dich vermisst! Nach den Strapazen gönnten wir uns erst mal eine Waffel und einen Kaffee, den wir sodann austranken. Auf ins Gefecht!

An der Kasse trafen wir gut gelaunte Herrschaften. Doch ihre Laune würde sich sehr bald ändern, ja, dramatisch verschlechtern, wenn sie durch den zahllosen Gängen zwischen Billie und Ültrecht und Volfgang nicht mehr denken können. Dann sind sie seelisch ausgehöhlt, mental am Boden angekommen und nur noch ein Jota vom Zombiesein entfernt.

Kurz vor dem persönlichen Blitzkrieg

Kinder schreien, als litten sie Höllenqualen. Durchsagen, dass ein Emre und ein Torben aus dem Smaland gerne abgeholt werden würden, häufen sich. Ich fragte mich, wie viele Eltern ihre Kinder für Tage bei IKEA parken, um sich ungestört freiwillig bei IKEA foltern lassen. Eine Frau sagte zu ihrem Sohn, der für sein Alter erstaunlich früh kurz vor dem ersten Herzkasper stand – eine der zahllosen IKEA Nebenwirkungen – dass sie extra wegen der Schachteln zu IKEA gefahren ist. Gleiches gesellt sich zu gleichen, dachte es in mir und ich bin mir sicher, ihr Sohn dachte in dem Moment das gleiche. Woher kommt eigentlich die unstillbare Lust, meist von Frauen, dass sie bei IKEA Schachteln mit Deckel kaufen?

Überall sah ich einen Aufkleber. Zehn Jahre Garantie. Zehn Jahre garantiert das schwedische Fegefeuer, dass ihre Qualitätsprodukte halten. Ich sehe das so: Viele Beziehungen, die sich gerade frisch und fröhlich einrichten, halten nicht einmal fünf Jahre. IKEA ist Ihnen also voraus und ich bin mir sicher, dass bei jedem Besuch in diesem Möbelfolterhaus sich die Chance eine Blitzscheidung erhöht. Ich jedenfalls stand bei den „Polstern“ kurz vor meinem persönlichen Blitzkrieg.

Mit „Polster“ meinte meine Mutter nämlich eine neue Couch. Was folgte war das Probesitzen auf so ziemlich allen erreichbaren Möbelstücken, die vornehmlich in den aufregenden Farben grau, beige-grau, dunkelgrau und mittelgrau ausgestellt wurden. Was besonders auffiel: Bei vielen Couchs sank man metertief ein, als säße man direkt auf dem Boden. Ich stelle mir das tendenziell unpraktisch vor und hatte bereits die Telefonate meiner Eltern im Ohr:

„Du, Julian, kommst du am Wochenende? Wir sind mal wieder in der Couch versunken“.

Unnötig zu erwähnen bleibt, dass meine Mutter keine Couch gekauft hat. Dafür Kerzen und Glühbirnen, die es ausschließlich und exklusiv bei IKEA zu erwerben gibt und einen Klappstuhl. Die Heimfahrt gestaltete sich vergleichsweise reibungslos. Immerhin. Völlig ausgelaugt und von diesem Höllenritt kamen wir an und mir war eines klar: Selbst drei Staffeln „Forsthaus Falkenau“ am Stück gehen schonungsloser an meinem Seelenleben vorbei, als ein Besuch bei IKEA.

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Allgemein Ökonomik

Arbeitsmarkt im September- weiterhin keine Entspannung

Von Julian Marius Plutz.

Die offizielle Zahl von 2.486.000 Arbeitslosen ist falsch, schöngerechnet, dreiste Regierungspropaganda. Hier steht, warum. Und eine kleine Anekdote gibt’s oben drauf.

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Interview

„Ist das das Land, in dem wir leben wollen?“

Von Julian Marius Plutz.

Thomas Eisenhuth war einst bei Greenpeace aktiv. Heute ist er Unternehmer im Energiesektor und kritisiert die deutsche Energiepolitik. Der 55-jährige fordert ein radikales Umdenken der Politik.

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