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Ankündigung. Wahlcheck. Ja.

Die Bundestagswahl wird so spannend, wie eine halbe Kiste Leergut.

Gebrauchter TagIm Ernst! Ich weiß es, Sie wissen es, Angela weiß es, Schulz sowieso. Das Merkel wird erneut Kanzler. Kanzlerin. Kanzlertier. Merkeltier. Merkelkanzler. Kanzlermerkel. Dauerkanzler. Dauermerkel.

Merkel, Merkel, Merkel. Wer sonst? Der Schulzzug entpuppte sich zu einer alten, rostigen Diesellock, etwa wie die in Hergés „Tim in Kongo“, die am Ende umkippt. Schauen Sie mal.

Wie in der Bundesliga das Rennen um Platz 1 entschieden ist, so gibt es trotzdem noch etwas Restspannung bei der Wahl im September.

Kann Hoffenheim den Hype der letzten Saison mitnehmen und feiern die Jungs aus Sinsheim dank ihres Jungen Trainers Erfolg? (FDP). Wird der Hamburger SV in dieser Saison, wie in den letzten 3, ebenfalls an den eigenen Ansprüchen scheitern, grauenhaft kicken und von Umsympathie nur so strotzen? (SPD)

Was ist mit dem einstigen Hoffnungsträger – in der letzten Saison enttäuscht und nicht mehr international, kurz: Was machen die Kicker aus Leverkusen? (Grüne) Wie wird sich der 1. FC Köln schlagen? Weiterhin optisch unspektakulär, aber weit entfernt von früheren Abstiegsängsten – jedoch durchaus mit Optionen nach oben? (Die Linke)

Und wie verkauft sich RB Leipzig? Noch mehr verhasst als früher Hoffenheim gibt der jüngste Verein der Liga Gas. Doch wie weit nach oben kann es gehen? (AfD)

In den nächsten Posts soll es um die  Wahlprogramme der Parteien gehen. Ein optimistisches Projekt, denn alleine das grüne Wahlprogramm, mit dem ich beginnen werde, umfasst 240 Seiten. Ja.

Ich werde mich nicht, wie Sie es gewohnt sind, um Objektivität bemühen. Ich kommentiere und beschreibe nicht. Ich bin kein Journalist; maximal bin ich Aktivist. Wie fast jeder schreibende oder sprechende Mitarbeiter deutscher Zeitungen – auch wenn sie das anders sehen mögen.

Ich hoffe ja, dass ich bis zur Wahl fertig werde.

Das Bild ist übrigens Kunst.

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Der Islam knechtet seine Frauen oder: Wie ich Feminist wurde und warum die Linke nicht weiterhilft 

Terre de Femme (TdF) ist ein guter Verein. Ja.

Jede Forderung auf ihrer Homepage kann ich unterschreiben. Und das hat Gründe.  Zum Beispiel, dass TdF auf die glorreiche Forderung eines Donnerbalkens für das dritte Geschlecht verzichtet, wie es Feministen gerne fordern und es in Berlin sogar in die Landesregierung  geschafft hat. Und auch wenn die Damen von TdF ermutlich mehrheitlich für Frauenquoten sind, die ich ablehne, zu den Kernforderungen gehört das nicht. 

Diese sind  sind u.a.

  • Genitalverztümmelung
  • häusliche und sexuelle Gewalt 
  • Ehrenmorde
  • Zwangsheirat
  • Frauenrechte 

Keine Gender Studies und keine Gender*Stars oder Gender_Gaps, die das schöne deutsche Wort verhunzen und den Text unleserlich machen. Es geht um die Basics. Um Leben oder Tod, um Existenz oder Apartheit, um Selbstverwirklichung oder Sklaverei. Den Rechten der Frau stehen immer patriachale Systeme entgegen, also religös-kulturelle Männerbiotope. Aber auch Frauen haben ihren Anteil. Sie unterwerfen sich dem System und geben durch Erziehung an ihre Kinder weiter. Dieser vermaledeite Kettenreaktion ist es zu verdanken, warum in vielen Ländern,  auch hier in Deutschland die Frau immer noch schlechter  gestellt ist.

Zana Ramadani sagt das auch.

Sie ist nicht die einzige, doch sie schrieb das aktuellste Buch. Zana ist Feministin und Mitglied der CDU. Das geht. Weder Christentum, noch Konservatismus müssen Frauenrechten entgegen stehen. Ich bin sogar der Meinung, dass ein emanzipierter Konservativer ein besserer Feminist sein kann, als ein Linker. Denn der Linke ist zwar auf der Seite der Frau, doch gleichzeitig hat er große Probleme, eine der Hauptgründe für die Unterdrückung, den Islam, zu nennen. Doch dazu später mehr.

Und genau an dem Punkt sind wir sind wieder bei Ramadani. Aufgewachsen in Mazedonien ist sie islamisch erzogen worden. Im Siegerland wurde sie groß. So groß, oder groß genug, dass sie sich eines Tages von der Religion lossagen konnte. Zana floh ins Frauenhaus. Sie fürchtete, in die Heimat verschleppt zu werden, um aus ihr eine „richtige Muslima“ zu machen. Also verheiratet zu werden, vielleicht sogar schlimmeres. 

Diese Erzählungen sind nicht neu. Vor Jahren las ich Ayaan Hirsi Alis Buch: „Ich klage an.“ Ihre Geschichte war ähnlich. Auch die Soziologin Necla Kelek machte ihre Erfahrungen mit dem Islam. Sabatina James gelang es, dem Ehrentod von der Schippe zu springen. Heute engagiert sie sich für junge Muslima, die von ihrer Familie bedroht werden. Sie hat Leben gerettet und verdient höchste Anerkennung, wie alle genannten Frauen, Statt nach Jahren der Gewalt ihren wohlverdienten Frieden zu genießen, helfen sie Mädchen, die ebenfalls unter dem Islam leiden – unter Einsatz ihres Lebens.

Währenddessen steckt die Linke in einem Dilemma: Kraft ihrer Ideologie sind sie verpflichtet, Randgruppen besonders zu schützen. Gleichzeitig ist es für sie schwer erträglich, wenn ausgerechnet diese sich daneben benehmen. Was folgt sind entweder verlogene Verbalakrobatiken, oder, ich frag mich was schlimmer ist, lauthalses Schweigen.

Beim CSD in München wird ein Grüner von Muslimen verkloppt, weil er schwul ist. Proteste der Grünen? Nope. Sollen sich die Jungs nicht so anstellen, für das große Ganze muss man schon mal was einstecken können! In Köln wird zu Silvester angetanzt, geplündert und vergewaltigt, in Schorndorf vor wenigen Tagen auch. Reaktionen der Linksgrünen? Ich bitte Sie! Einzelfälle, waren das, „Idioten halt“, aber mit dem Islam hat das nichts zu tun. Dass die Zahl der Sexualdelikte mit jedem Flüchtling relativ steigt, geschenkt. Lüge! Nazi! Ultrarechts konservativ! 

Das haben sich die Teddywerfer im September 2015 anders gedacht.

Inwieweit der Islam Gewalt gegen Frauen ermöglicht, zeigt der Koran. Und ja, bevor die ganz Klugen kommen: Jede Religion legitimiert Gewalt. Doch während sich das Christentum von ihren alten Texten im Wesentliche emanzipiert hat und mit dem neuen Testament eine positive Botschaft an ihre Gläubigen sendet, leben sogar sogenannte liberale muslimische Familien nach dem Gewaltprinzip Mohammeds, wie das Beispiel Zana Ramadani zeigt. Wenn Moslems sich ihren patriarchalen Gewaltstrukturen entledigen, dann nicht wegen, sondern trotz der Religion. Wo immer der Islam über die Spiritualität, den bloßen Glauben hinaus geht, wird er zum Problem.

Und auch wenn ich Alice Schwarzers Antisemitismus in den 70zigern, sowie ihren „Vergewaltiger-Schwanz-abhacken“ Text nie ganz verzeihen werde, hat sie doch öfter recht als unrecht. Während sich Gender Professoren, allesamt Frauen, ausschließlich mit sich selbst beschäftigen, wird die Emanzipation durch den merkelschen Import muslimischer Machos eben mal zurückgedreht oder verschlimmert. No Go Areas für Frauen ab einer gewissen Uhrzeit gab es vor 40 Jahren nicht.

Vor 15 Jahren begann die Diskussion um das Kopftuch. Die Grünen waren laut und mehrheitlich dagegen. Heute hat sich das ganze in Richtung Vollverschleierung verschoben. Die Union ist „nicht Burka“, ebenso wenig wie sie nicht klug ist. „Man gibt sich in Deutschland die Hand“ und „Religion ist Kitt und nicht Keil der Gesellschaft“ heißt es weiter. Was die zwei Parteien versuchen, ist nicht mehr als die Quadratur des Kreises: Eine Debatte über den Islam, ohne den Islam zu benennen. Aus Angst vor den Tiraden der politisch Korrekten entschloss man sich für eine Kampagne, die vor Luftlosigkeit und Impotenz nur so strotzt und die nichts, aber auch gar nichts verändern wird.

Heute sehen wir perfekt integrierte Kopftuchfrauen, die selbstbewusst ihr religiös-politisches Symbol tragen. Sie betonen, dass sie dies freiwillig tun. Und andere Muslima merken wiederum an, wie selbstbestimmt sie kein Hidschab aufsetzen. Beides ist ihr gutes Recht. Doch die Kopftuchlose muss sich eingestehen, dass möglicherweise sie die Wahl hatte – viele jedoch nicht. Sie spricht nicht für die Mehrheit.

Und zur Lady mit Verschleierung: Das Hidschab ist kein Symbol von Selbstbestimmung. Es repräsentiert ein Frauenbild, das für Apartheid  steht. Für Sexismus. Für Unterdrückung und Devotismus. Denn es sind nur Frauen, die ein Kopftuch tragen. Für mich ist es ein Rätsel, wie sogenannte  Feministen ernsthaft glauben können, es wäre ein Ausdruck von Selbstbestimmung, also etwas positives. Noch mal: Dieses Stück Stoff bedeutet Abgrenzung und ist das „Leichentuch der Integration“. Wenn schon Kinder in der Grundschule, wie es nicht nur Zana Ramadani beschreibt, Kopftuch tragen, was sagt es über den Zustand dieses Landes aus?

Weil Männer alles bumsen, was nicht bei drei auf dem Baum ist, und so ein bisschen Haar wie Viagra wirkt, hat sich die Muslima zu verschleiern. Tut sie das nicht, ist sie nicht rein und kann genommen werden, wie Vieh. Schuld ist dann die Frau, denn sie hat es ja nicht anders gewollt. Und da sich die islamische Ehre allein um die Keuschheit der Frau dreht, ist der Mann fein raus und die Frau entehrt.

Auch wenn der gelebte Koran ein tragisches Männerbild zeichnet: Am Ende sind es immer wieder die Frauen, die das nachsehen haben. Und die Linke hilft hier nicht weiter. 

Was soll ich sagen, ich bin Feminist. Keiner, der sich für die Frauenquote begeistern wird und auch niemand, der die Aktionen der Femen versteht, wenn sie wieder mal auf ihre Brüste Botschaften malen und dann kreischen.

Aber ich bin Frauenrechtler im Sinne von Terre de Femme.

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Die neue SA und ein Appell – Der G20 Gipfel und seine irren Demonstranten 

Ich habe einen Kunden und der ist Polizist. 

Man kann sich nicht vorstellen, sagte er gestern, was auf einen Beamten zukommt, wenn man die Ausbildung antritt. Nach den Bildern in Hamburg, zerstörte Geschäfte und Bankautomaten, eine abgeriegelte Stadt, kann ich ihm nur beipflichten. Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. 

Nun wurde bereits viel schlaues über diese Tage des Ausnahmezustandes geschrieben. Daher fasse ich mich kurz: 

Der sogenannte schwarze Block verhält sich wie weiland die SA. In Zeiten der Republik zu Weimar machten sie die Straßen unsicher, verbreiteten Terror uns ebneten den Weg ihres Führers.  Während die Sturmarmee der militärische Arm der Nazis war, ist der schwarze Block die gewalttätige Stimme der Linken. Die Gemäßigten wiederum schweigen. Klar. Lieber sinnieren die Salonmarxisten über die Polizeieinsätze, ohne den Hauch einer Ahnung zu haben. Dazu steht ja nichts im „Kapital“. 

Es war und ist der Kampf gegen den Rechtsstaat. Und als ein Repräsentant davon bekommen Polizisten die Gewalt ab. Nur mit Glück wurde heute ein Beamter gerettet, der ansonsten wohl tot geprügelt wurde. Gestern erlitt ein Kollege einen Schädelbruch.

Ich kann die Arbeit der Polizei nicht beurteilen. Ich sehe aber die Bilder. Und da sind mir einige Mittel recht, um diese Anarchie auf deutschen Straßen zu verhindern. Es ist nicht mehr und nicht weniger als linker Terrorismus, der eine ganze Stadt in der Hand hat.

Dazwischen Beamte, die es gewohnt sind, angefeindet zu werden. Die einfach ihren Job machen und dadurch für die Demonstranten Feinde sind. Und Angehörige, die Angst haben müssen, dass ihre Liebsten verletzt werden, oder schlimmeres. 

Man kann sich das bei Leibe nicht vorstellen, wie hart der Job eines Polizisten sein muss. Aber man kann ihn respektieren und die Arbeit anerkennen. 

Vielleicht das als kleiner Appell.

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Keine Demo ohne Feindbild oder Muslime und wie sie ihren Terror pflegen 

Lamya Kaddor lächelte gequält, als sie bei „Hart aber Fair“ über ihr Fiasko am Samstag befragt wurde.  Natürlich sei sie entäuscht, so die islamische Religionslehrerin, dass so wenig Muslime zu ihrer Demo „nicht mir uns“ kamen.  Aber Frau Kaddor wäre nicht Frau Kaddor, wenn sie der Veranstaltung in Köln nicht etwas Gutes abgewinnen könnte. Es sei ein wichtiges Zeichen, das ihr Mut mache. Aha.

Noch mal in Kürze: Über Wochen wurde die Demo angekündigt. 10.000 Menschen waren erwartet, die meisten Muslime, um sich gegen den islamischen Terror zu wehren. So weit, so nobel. Aber wie das so ist mit Erwartungen, sie werden zu oft enttäuscht. Die Ehefrau empuppt sich nach der Hochzeit als nörgelndes Mistweib, der Sohn ist plötzlich schwul und der HSV spielt auch die 10. Saison in Folge unterirdisch. Oder, wie im Fall unserer Aktivistin aus Dinslaken: Man plant eine Veranstaltung, aber macht die Rechnung ohne die Gäste. „Stell dir vor es ist Demo und keiner geht hin.“

Doch wie viele waren es wirklich? Ich war ja nicht dabei, also muss ich die Zahlen nehmen, die man so findet. 2000 sagt der Spiegel, der Stern berichtet von „mehreren Hundert“, die SZ von rund 1000. Wie auch immer, es sind bedeutend weniger, als erwartet.  Zum Verständnis noch eine Zahl: In Köln leben rund 50.000 Muslime.

Wie gaga ist Frau Kaddor, wenn sie von einem „positiven Signal“ spricht? Für wie doof hält sie  uns? Stellen Sie sich den Fall vor: Die CDU peilt bei der nächsten Bundestagswahl 40% an. Herauskommen aber nur 8%? Würde sich Angela Merkel hinstellen und von einem „positiven Signal sprechen“? Oder anders: Der FC Bayern wird nicht Meister, sondern 13. in der Bundesliga. Glauben Sie, dass sich Kalle Rummenige über den Klassenerhalt freuen würde?

Hinzu kommt, dass von den Demonstranten viele Nichtmuslime mitmarschierten, denn auch der DGB, sowie die Grünen, Linken und die FDP riefen auf, zu kommen. Was natürlich kein Problem ist. Jedoch relativiert es die Zahl der Teilnehmer. Es ging um die Islam-Community und die mangelnde Bereitschaft, sich gegen die Probleme im eigenen Haus zu wehren. Doch diese Intention hatte die Demo ohnehin nicht.

„Man kann sich nicht von etwas distanzieren, womit man nichts zu tun hat“ ist Kaddor Leitmotiv. Damit steht sie mitten im Bullshit Billard, wenn es um ihre Religion geht: „Das hat doch mit dem Islam nichts zu tun.“ Dass sie an den gleichen Gott glauben, das gleiche Buch lesen, in die gleiche Richtung beten und in die gleichen Tempel gehen, geschenkt. Zu oft habe ich diese Diskussion gehört und geführt und ich bin mir sicher, ihnen geht es nicht anders.

Ich bin Fußballfan, FC Bayern. Wenn sich Bayern Fans daneben benehmen, was passiert, schäme ich mich, dass wir den gleichen Verein angehören. Selbst wenn  England Fans mal wieder beoffen randalieren, fühle ich mich angegriffen. Für wie doof würden Sie mich halten, wenn ich sagen würde “ Das hat mit dem Fußball nichts zu tun.“ Doch, hat es. Der Fußball hat eine lange Tradition der Gewalt und des Strassenterrors. Hooligans haben einen französischen Polizisten 1998 in den Rollstuhl geprügelt. Zu behaupten, der Fußball habe ein Gewaltproblem ist nicht etwa „populistisch“ oder „rechtsextrem“. Es ist die Wahrheit, die manche nicht gern hören, sie bleibt aber Realität.

Bei keiner Terrorart wird dialektisch so dermaßen fein seziert, wie beim Islamischen. Natürlich hat der rechte Terror etwas mit rechten Ideologien zu tun und selbstverständlich liegt der Ursprung des Linksterrors im Sozialismus. Per se mögen die Ideologien friedliche Aspekte haben; man mag sie für richtig oder falsch halten. Doch eine Trennung zwischen Terror und der entsprechen Ideologie ist inkorrekt und tut auch keiner. Es sei denn, es geht um den Islam.

Der Islam ist maßgeblich für den Terror in der Welt verantwortlich. Von Juli 2016 bis heute gab es weltweit mehr als 80 islamische Anschläge mit mehr als 2100 Opfern. Im selben Zeitraum tötete der rechte Terror 12 Menschen bei 8 Attacken. Die Jungs von links ermordeten zur gleichen Zeit 71 Menschen bei 15 Anschlägen, wobei ich der PKK neben kurdischen, auch sozialistische Ziele unterstellt habe und sie hier addierte. (13 Anschläge mit 52 Toten waren unbekannt bzw. nicht eindeutig zuzuordnen. ) 

Und selbst wenn man die NSU Morde und ihre Zeit mit einberechnet, kommt man auf eine ähnliche Tendenz. Rechter Terror findet statt, er ist problematisch und muss bekämpft werden. Doch gegenüber der islamischen Blutspur sind die Nazimorde tragisch, aber wenig relevant. Verstehen Sis mich nicht falsch: Ich wohne in Nürnberg und komme immer wieder am NSU Mahnmal vorbei. Jedes Opfer ist tragisch und individuell betrachtet eine Katastrophe. 

Ich habe nichts dagegen, dass sich „gegen Rechts“ immer wieder 10.000 finden, um auf die Straße zu gehen. Und wenn es friedlich bleibt, ist das sicherlich keine üble Sache. Doch ich vermisse die Muslime, die sich klar gegen den Terror in den eigenen Reihen distanzieren, wie es „Rock am Ring“ Veranstalter Lieberberg nach der Terrorwarnung in Nürburg formuliert hat. Wenn Köln es schafft, 30.000 Menschen zur Demo zu bewegen, wenn sie für Erdogan und für die Todesstrafe marschieren, warum kommen nicht mindestens 30.000, um gegen den Terror zu sein?

Muslime brauchen offensichtlich einen irren Diktator, zumindest jedoch ein zünftiges Feindbild, um in Massen zu demonstrieren. Sie erinnern sich sicher an die Mohammed Karrikaturen. Weltweit gingen hunderttausende mit brennenden Israel und USA Flaggen auf die Straße, stürmten Botschaften und töteten Menschen, weil eine dänische Zeitung Zeichnungen abdruckte. Der Künstler, Kurt Westergaard, lebt bis heute unter Polizeischutz und mit ständiger Angst, ein weiteres Opfer des Islamoterrors zu werden.  

Dagegen wirken die tausend Demonstranten von Kaddor Demo wie eine Lachplatte. Noch nie gab es eine Veranstaltung mit so wenig Manpower, die es so weit in den Medien brachten. Respekt. Das ist ungefähr so, wenn Klaus Kleber über das Bratwurstfest in Ochsenfurt berichtet, Jakob Augstein eine weitere unnötige Kolumne über die Besucher dort verfasst und man sich Abends bei „hart aber fair“ trifft, um über den Ausgangs des Festes zu streiten.

Doch das interessiert Lamya Kaddor nicht. „Sie möchte nicht über Zahlen sprechen“ sagte sie bei Frank Plasberg. Ok. Reden wir stattdessen über die mangelnde Bereitschaft von Muslimen, für westliche Werte einzutreten und, wenn es den eigenen Verein betrifft und auch wenn es weh tut, sich vom Terror zu distanzieren. In einigen europäischen gab es  Erhebungen wonach ca. 20% der Muslime mir dem Terror sympathisieren. Je islamischer ein Land ist – außerhalb Europas – nahm dieser Anteil zu, teilweise bis weit über 50%. 

Auch darüber mag Frau Kaddor nicht reden.

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Kontinent der Schande – wie Europa den Terror hinnimmt

Verlieren Sie auch langsam sie Übersicht, wann und wo ein islamischer Anschlag stattfand? Keine Sorge, es liegt nicht daran, dass Sie kognitiv degenerieren. Auch sind Sie nicht ignorant oder moralisch verkommen, nein. Die Angelegenheit ist unübersichtlich und bei aller Koketterie: Sie ist verdammt ernst.

Wenn es für mich so etwas wie ein Vorbild gibt, eine moralische und intellektuelle Instanz, zu der ich aufschaue, dann ist das Hamed-Abdel Samad. Seine Analysen über den Islam sind klar und verständlich. Wie kaum einer der sogenannten Intellektuellen schafft er es, komplexe Gedanken leicht und bildlich aufzuschreiben. Ich bin mir sicher: In 50 oder 100 Jahren wird Hamed den Stellenwert eines John Lockes haben.

Was Hamed nach dem Manchester Anschlag (für die Übersicht: Der vorletzte Anschlag, Stand 4.Juno 2017) auf Facebook schrieb, liest sich nicht gerade als hoffnungsvolle Botschaft. Mehr noch: Es sind die Worte eines desillusionierten Menschen, dem es leid ist:

I hate terror attacks because journalists and radio stations keep calling me since early morning to hear my analysis. I haven’t taken the phone several times but it kept ringing. I finally answered: The only thing I can tell you about this attack is that it wasn’t me who did it! And I have nothing new to say. All I have to say is in my past interviews and books. Why should I advise people who listen to my advise but continue doing the same thing? (…)

But you know what? Terrorists have changed your life style already. Look at your airports and government buildings how they are surrounded by heavy armed soldiers! They implanted fear in the hearts of millions. They intimidated you so that you can’t even publish a cartoon of Muhammad. (…)

Europe is giving up itself. I’m not fighting for you anymore. I ll fight for myself alone, for my freedom to say what I want the way I want and in the place I decide!

Ich muss nicht betonen, wie recht er hat. Wo ist die EU? Wo ist die „europäische Solodarität“? Und wo ist die Inkarnation der Dummdreistigkeit, der Lackmustest der EU Obsoleszenz, die drei Zentner fleischgewordene parlamentarische Sinnlosigkeit, besser bekannt als Elmar Brok? Zu jedem schwachsinnigen Thema, das die EU tangiert, weiß „die Wucht von Verl“ einen schlauen Satz. Doch wenn es drauf ankommt, wenn der islamische Terror in Europa Krieg führt, schweigt Brok. Schämen Sie sich, Herr Abgeordneter!

In einem Punkt ähnelt die EU dem Islam. Beide beanspruchen Frieden für sich. Während die Anhänger der einen Terror verbreiten oder ihn verharmlosen, macht die EU ihn erst möglich. Durch Ignoranz, Selbstverleugnung und Appeasement. Wenn der Islam Frieden bedeutet und die EU Frieden ermöglicht hat (mit dem kleinen Denkfehler, dass es die EU in der Form erst seit gut 25 Jahren gibt – die europäischen Kriege in der Zeit, sprich Jugoslawien,  Kosovo etc.. konnten die EU Institutionen ohne fremder Hilfe nicht lösen) ist Frieden ein ganz schön dehnbarer Begriff. Ich frage mich, was dann Krieg sei. 

Nun hat der Islamoterror wieder zugeschlagen. In London. Sie ahnen bereits, wie die politische Klasse reagiert. Eine Aneinanderreihen von Allgemeinplätzen aus vergangenen Reden – Bullshit Billard vom feinsten. Etwa so:

 „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Der Terror wird unsere Leben nicht verändern, wir werden unsere offene Gesellschaft nicht aufgeben. Denn das ist, was die Terroristen wollen! Wir stehen fest Seit‘ an Seit‘ – auch mit unseren muslimischen Freunden. Wir werden nicht zulassen, dass der Islam instrumentalisiert wird. Von Rechtspopulisten und Skeptikern, die unsere Gesellschaft spalten wollen!“

So oder so ähnlich haben und werden die betroffen-besoffenen Gabriels, Merkels, Künasts und Altmaiers reagieren. Dabei könnte es doch auch anders gehen. Zum Beispiel so:

“ Wieder erleben wir einen islamischen Anschlag auf europäischen Boden. Die Sprache des Terrors kennt keine Toleranz, keine Würde und kein Recht. Wir stehen in der historischen Pflicht, das Vermächtnis unserer Väter, eine liberale Gesellschaft zu verteidigen. Europa hat seinem Untergang zu lange zugesehen. Europa ist toleranzgelähmt. 

Es sind nicht die Islamisten, die unseren Kontinent abschaffen. Es sind wir selbst. Wir werden nicht zur Tagesordnung übergehen, weil es nicht funktioniert. Wir werden nicht weitermachen, wie bisher, weil das „bisher“ gescheitert ist.

Freiheit ohne Sicherheit ist eben keine Freiheit, sondern maximale Anarchie. Das ist, was der Terror will. Zeit, ihn seine Grenzen aufzuzeigen. Wenn es so etwas, wie eine europäische Gemeinschaft gibt, dann ist jetzt ihre Zeit. Nehmen wir den Kampf auf.“

Auch hier hat Sie Ihr Gespür nicht getäuscht. Diese Rede wird kein deutscher Politiker, vielleicht kein europäischer, halten. Was ist das für ein irrer Kontinent, der dabei zusieht, wie eine kleine Gruppe ihre Heimat demontiert. Verstehen Sie mich richtig: Jeder kann hier sein Glück versuchen und ich möchte mir nicht im Traum ausmalen, was Flüchtlinge aus Syrien miterleben müssen. Trotzdem herrschen hier unsere Gesetze. Der politische Islam findet  nicht statt.

Der grenzenlose Kontrollverlust  war ein kapitaler Fehler. Sich einer Islamisierung zu ergeben, wird den Kontinent zerlegen. Eine Ideologie zu akzeptieren, die schwulenfeindlich, antisemitisch, kindermisshandelnd, frauenfeindlich, brutal, totalitär und hasserfüllt ist, ist „genuin dumm“.  Dem Politiker meiner Träume sollten wir uns anschließen und den Kampf aufnehmen. 

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Das Mündel will Richter sein – Selbstjustiz ist ein Irrweg

Schauen wie auf die Woche zurück.Vor wenigen Tagen stellte sich ein 19 Jähriger, der einen 10 Jahre jüngeren Jungen erstach. Das Verbrechen dokumentierte er via Kamera und teilte es anderen mit. Voller Stolz. Kaum vorstellbar, was in dem Kopf dieses Menschen abgeht.

Was nicht vorstellbar ist, regt nicht selten die Fantasie in Bahnen, was sonst nur LSD hinbekommt – oder Religionen, bekanntermaßen „das Opium des Volkes“.

So glaubt man im Islam, dass nach einem gottestreuen Leben ganze 72 Jungfrauen bereitstehen, die man eine nach dem anderen… Sie wissen schon, betrachten kann. Es sind nicht 74 oder 71 oder vielleicht nur 32 oder 5, die völlig ausreichen würden. Nein, nein. 72 und ja keine mehr oder weniger! Die keuschen Mädels warten dann, so Allah mir helfe, nicht nur mit Lobeshymnen singend auf den treuen Muslim, sondern auch mit einer „anregenden Vagina“. Blöd für mich.

Dabei menstruieren sie nicht, noch urinieren sie, koten oder haben sie Kinder. Ach ja, ganz und gar durchsichtig sind sie auch noch. Während man für weit aus weniger in eine Zelle aus Kunststoff befördert wird, darf man im Islam zum Gebet aufrufen.

Aber zum Kindesmörder. So wenig fassbar seine Tat sind, so sehr wohl fassbar sind die Forderung aus dem Volke. Noch voller Hoffnung postete ein Facebook User bei SPON:

„Kein Flüchtling, kein Ausländer war Täter. Es war ein Deutscher. Da wird der Shitstorm der besorgten Bürger gering ausfallen“

Von der Pietätlosigkeit des Postes einmal abgesehen: Weit gefehlt. Was während dieser Tage an krassen Posts in Facebook abgesondert wurden, habe ich in der Größenordnung noch nicht erlebt. Ich könnte mehrere Seiten füllen und wenn ich mir denen fertig wäre, könnte jeder von Ihnn mehrere Seiten füllen. Exemplarisch dafür ein paar Beiträge:

 

„Er ist kein Mensch. Er ist ein Monster. Ich hoffe, er wird vorher gefasst und getötet“ Marco F.

„Dem Kimdermörder wünsche ich unsagbare Schmerzen, körperliches Leid“ Christian W.

„Seine gerechte Strafe sind 40 Messerstiche“ Sabine F.

„Schwanz abhacken, der Drecksau ins Maul gestopft und dann auf allen Vieren kriechen lassen“ Claudia B

 

So unfassbar man die Tat empfindet, so gaga waren die Reaktionen. Die Menschen waren so hemmungslos, dass sie in der Regel mit Klarnamen posteten, begleitet von hunderten Likes und zustimmenden Kommentaren. Am Anfang der Selbstjustiz steht oft die Entmenschlichung des Täters. Kein Mensch sei er, daher muss man ihn auch nicht so behandeln. So wurden Konzentrationslager begründet.

Auch ein anderer Punkt bewegt mich. Wieso sollte ein Kind mehr wert sein, als ein Erwachsener? Oder umgekehrt: Warum ist der Mord eines 9 Jährigen schlimmer, als der eines 39 Jährigen?

„Ein Kind hat das Leben noch vor sich“ Nun, das ist erstens nur eine Vermutung und zweitens unerheblich. Denn das Leben eines 9 Jährigen ist lediglich potentiell länger, also vermutlich, als das eines 39 Jährigen. Die tatsächliche Länge ist völlig offen.

Und zweitens ist es auch eine recht krude Rechnung. Nehmen wir an, das Leben des 9 Jährigen wäre nicht nur potentiell, sondern tatsächlich länger, als das des 30 Jahre älteren. Wir fragten zu dieser Überlegung Gott nach der Länge der Existenz der beiden. Nur wenige Minuten später  erhielten wir via Steintafel die Antwort: Der 9 Jährige würde noch 66 Jahre leben und beim 39 Jährigen käme nach 51 Jahren Gevatter Tod (Gesetz dem Fall, er würde ihn nicht weiterschicken)

Nun stehen wir moralisch vor einer Unmöglichkeit. Sind 51 Jahre weniger wert als 66 Jahre? Und auf das Beispiel des aktuellen Mordes zu münzen: Ist der Mord eines 9 Jährigen schlimmer, als der Mord eines 39 Jährigen?

Was wäre, wenn Gott uns durch die Steintafel ganz andere Zahlen geliefert hätte: Der 9 Jährige würde nur noch 11 Jahre leben, der 39 Jährige aber immer noch 51. Laut der Argumentetion „Das Kind hat das ganze Leben noch vor sich“ gelte dies nun gar nicht mehr für das Kind, sondern für den 30 Jahre älteren Erwachsenen.

Wie wir auch hin und her denken, eine fiktive Macht ins Boot holen, die  uns die Lebensdauer liefert, was leider, oder zum Glück niemals der Fall sein wird: Mit rationalen Argumenten kommen wir hier nicht weiter. Es ist nicht mehr als die blanke  Emotion, die Leute zu Selbstjustizgedanken verleiten.

„Du hast ja keine Kinder, du weißt nicht, wie das ist.“ Richtig, ich habe keine Kinder. Wenn aber Eltern sein bedeutet, dass man argumentativ verblödet, bin ich recht froh, keine zu haben. Ein Richter wird auch für befangen erklärt, wenn seine Tochter ermordet wird und er sein Amt bei diesem Prozess ausüben müsste. Offensichtlich sind Eltern hier häufig  ebenso befangen.

Ein Befangener ist intellektuell und emotional gar nicht im Stande, ein gerechtes Urteil zu fällen. Intellektuell, weil er kein Richter ist, kein Maß hat und kennt. Und emotional, weil er unter Garantie über das Maß hinausschießt. Juristische Urteile werden schon oft genug als subjektiv ungerecht empfunden, wenn es eine neutrale Person spricht, die sich auf allgemeingültige Gesetze beruft. Wie gerecht kann dann ein Urteil einer befangenen Person sein, die sich auf die subjektive  Blutrache bezieht?

Wer Selbstjustiz ausübt, handelt nicht edel. Er liegt falsch und begeht eine Straftat. Eine moralische Erhöhung einer solchen Tat ist deplatziert und ein Irrweg.

 

 

Die Belege über die 72 Jungfrauen habe ich hierher: https://wikiislam.net/wiki/72_Jungfrauen#cite_note-Sunan_al-Tirmidhi_v2-21

Möge mich der Blitz beim Defäkieren treffen, wenn sich der ein oder andere Übersetzungsfehler o.a. Interpetationsirrtum eingeschlichen hat.

 

 

 

 

 

 

 

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Es war einmal…. ein blutiger Valentinstag

Heute feiern die Liebenden die Liebe, die auf eine Enthauptung zurückgeht. Romantisch, nicht? Ein Mann, der sich Valentinus schimpfte, heilte nicht nur Menschen, er traute sie auch nach christlichen Riten. Das fand der Kaiser gar nicht cool und ließ ihn töten.

Doch Bräuche habe eines gemeinsam: Mangelnde Pietät. Egal, ob Hitler den Tag den Muttertag erst etabliert hat. Ist ja lange genug her.   Deshalb feiern die Leute von San Diego bis Strasbourg, dass man sich liebt, schätzt, ehrt, für immer und den ganzen Scheiß.

Straßburg ist ein gutes Stichwort – Pietätlosigkeit auch. Genau an diesem Tag im Jahre 1349 töteten die Franzosen, die nach eigenen Aussagen 600 Jahre später alle in der Resistance organisiert waren, rund 2000 Juden. Am Valentinstag. Kann man feiern. Ist aber ekelhaft.

400 Jahre später wurde Thomas Cook auf den Sandwich-Inseln getötet, weil er irgendeinen König entführen wollte. Keine Ahnung, was die Sandwich Inseln sind. Und wiederum 200 Jahre später riefen die Briten die Area Bombing Directive aus, ein Beschluss, das Deutschland ab 1942 kaputte Großstädte bescherte und das exakt 3 Jahre später, am 14. Februar 1945 im Dresdner Feuersturm vervollkommnet wurde. Aber lasst euch nicht stören, beim Feiern.
Am gleichen Tag, nur 1989, geschah etwas sehr geschichtsträchtiges: Der islamische Revolutionsführer, also sowas wie der Che Guevara der Islamisten, Ayatollah Chomenei, rief eine Fatwa aus. Das ist ein muslimisches Todesurteil, welches  fern ab von Zeit und Raum gilt und von jedem Gläubigen zu vollstrecken ist. Ach ja, Sie fragen sich warum? Er schrieb das Buch „die satanischen Verse“, das damals und heute noch bei vielen Menschen als Gotteslästerung gesehen wird. Funfact: Eine Übersetzung ins arabische gab es zu der Zeit nicht. Küsschen!

Das ganze sollte niemanden abhalten, sich zu lieben und dies zu feiern. Die Frage ist, ob man dazu Blumen braucht (wozu braucht man Blumen an sich?) und einen Tag, der so gewöhnlich wie blutig ist, wie die meisten anderen auch und  aussageloser, wie viele.

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Politik von Gut und Böse – Sankt Martin und der böse Zupfer

Einen Chirurgen braucht Martin Schulz nicht. Im Gegensatz zu Miss Falschaussage 2016, Gina-Lisa,  hat der neue Chefsozi ganz natürlich volle Lippen, die er in der EU und neuerdings verstärkt in Deutschland zu zeigen vermag. Vielleicht ist das Anschwellen der Mundgrenzen auch ein natürlicher Prozess, wenn man eine gewisse Zeit Funktionär in der europäischen Union war.

Nun will er Kanzler werden. Und seine Chancen stehen nicht schlecht. Nach noch nicht einmal einer Woche legt die SPD 8% zu. Und ist damit zwar immer noch bei abenteuerlich schlechten 28%, aber immerhin. Der Aufwärtstrend ist gestartet und Sankt Martin verteilt Zuversicht. Nachdem Siechmar den Mantel, – Pardon, das Handtuch, geworfen hat, ist die Partei der Arbeit in aller Munde. Der Kampf gegen das Kapital kann beginnen.

Erstaunlich einig sind sich auch die Medien. Im Choral trällern Spiegel, SZ, ja, sogar Welt, wie fähig der Mann aus Würselen sei und welch Erfolge er in Brüssel feierte – freilich ohne ins Detail zu gehen. Was ich sagen will: Die Journalisten nicken sich zu und wispern: „Endlich ein Guter, einer, der die Stimmen sammeln kann, um endlich und wahrhaftig rot-rot-grün möglich zu machen.“

Auf der einen Seite des Teiches sitzt das personifizierte Böse. Die Ausgeburt Luzifers mit güldenem Haar und Grundschul-Vokabular: Donald Trump. Die Deutschen, insbesondere die schreibende Klasse, haben dem doofen Ami nicht verziehen, dass sie ihn gewählt haben. Nun ist der Zupfer  laut dem doitschen Michel nicht nur dumm, das war er ja schon immer (außer, als er uns die Nazis vom Hals jagte) nein, er versteht auch nichts von Demokratie. Ohnehin ist ja dieses Wahlsystem mit den Wahlmännern undemokratisch. Dass der gleiche Michel keine Ahnung hat, wie wenig demokratisch z.B unsere Überhangmandate sind – hey, geschenkt. Bashing geht vor.

8 Jahre lang mussten sie sich auf die Zunge beißen, die Deutschen. 8 Jahre lang war ein scheiß cooler Typ Chef des Atomkoffers. Er sah gut aus und konnte hervorragend reden. Zwei Eigenschaften, die die deutschen Wählern bei ihrer politischen Klasse seit Jahren vermissen.

Da kann man schon mal seine Vorurteile vergessen und in ein neues, aber viel hübscheres Ressentiment schlüpfen. Der Antiamerikanismus hatte Pause – war aber nie abgeschafft, wie die Wehrpflicht. „Ausgesetzt“ hat man ihn, am Akkuladegerät angeschlossen, um ihn jetzt, 2017 wieder richtig zu zünden. In your Face!

Fakten sind da nebensächlich.Postfaktisch nennen sie Trump, um im gleichen Atemzug postfaktisch zu argumentieren.

Zum Beispiel Trumps Muslim-Bann. Dieser ist alles, außer das. Sonst wären die 5 Länder, mit den größten Anteil an Muslimen (Indonesien, Pakistan, Indien, Bangladesh, Nigeria) betroffen. Sind sie nicht.Es geht um: Irak, Iran, Sudan, Syrien, Lybien, Somalia und Jemen. Also alles Länder aus dem Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015 von Obama. Und da steht:

„Dem Gesetz nach können Reisende, die einer der folgenden Kategorien angehören, nicht mehr im Rahmen des VWP (Visa Waiver Programm) in die Vereinigten Staaten einreisen:

– Staatsangehörige von VWP-Ländern, die am 1. März 2011 oder danach in den Irak, den Sudan, nach Iran oder Syrien eingereist sind oder sich dort aufgehalten haben (mit wenigen Ausnahmen);

– Staatsangehörige von VWP-Ländern, die außerdem die iranische, irakische, sudanesische oder syrische Staatsangehörigkeit besitzen.“

Doch über diese Spitzfindigkeiten steht Martin Schulz drüber. „hochgradig demokratiegefährdend“. sei Trump und er spiele „mit der Sicherheit der westlichen Welt“

Mit Sicherheit verspielt Schulz gerade Glaubwürdigkeit.

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Zwischen links und AfD. Das Wahldilemma

Die Wahl, sie rückt näher. Doch vielen geht nur eine Frage durch den Kopf:

„Wann kommt die neue Staffel House of Cards?“

Spaß bei Seite. Was sollte man wählen? So wie alle Wahlprogramme beschlossen wurden, werde ich sie mir zu Gemüte führen. Doch auch jetzt schon zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Der eine oder andere unterstellt mir eine Nähe zur  AfD. Ob das zutrifft, werde ich im Laufe dieser Zeilen klären. Doch was manche nicht wissen: Ich war einmal politisch in einer ganz anderen Richtung verortet.

Ich war stolz auf den Ausweis mit den drei Buchstaben  vorne drauf. Aufklappbar und aus Pappe. 2004 trat ich in die PDS ein. Das war noch vor Lafontaine und der Fusion, bei der am Ende der Name „Die Linke“ stehen sollte.

Ein Jahr später war Wahlkampf. Ich gründete in Würzburg die Jugendorganisation der Partei, plakatierte in den Dörfern, diskutierte in der Fußgängerzone. Der Erfolg schien mir recht zu geben. Ich war links. Kein dogmatischer, auch nicht besonders ideologisch, aber links.

2008 trat ich aus der Partei aus. Oskar Lafontaine hatte sie Partei fest im Griff. Er war Dreh- und Angelpunkt, mediales Gesicht und Taktgeber. Es gab viele Gründe. Ein Grund war sicherlich der Mann von von der Saar. Der Hauptgrund war jedoch ein anderer.

Schon früh interessierte ich mich für Wirtschaft. Durch die Ideen großer Ökonomen wie Hayek oder Friedman bekam ich mit liberalen Ideen in Berührung. Heute ist mir klar: Freie Märkte sind Vorraussetzung für gesellschaftliche Freiheit. Sie sind der Rahmen unseres Handelns, der Brunnen unserer Möglichkeiten und der Motor, für spätere Entwicklung. Freie Märkte machen uns möglich.

Als nächstes fehlte eine Partei, die das ähnlich sah. Die FDP war gerade im Aufwind. Und da mir das Programm zusagte, wählte ich sie und verhalf den Liberalen zum besten Wahlergebnis ihrer Geschichte. Das war 2009.

Was folgte ist die Geschichte einer beispiellosen Demontage. Die vollmundigen Versprechen von Steuersenkungen versunken im Sande – tauchten dann als wahre Lachplatte in Form der Hoteliersteuer kurzzeitig auf. Was folgte, war ein kapitaler Rechtsbruch, als mit den Stimmen der FDP griechische Banken gerettet wurden. Es war absurd und der Ausverkauf der Liberalen Seele.

Nach 4 Jahren endete eine ideenlose und enttäuschende Regierungsbeteiligung im Nirwana des deutschen Parteienrecht: Unterhalb der 5% Hürde.

Doch dann kam Hoffnung auf. Eine Wahlalternative in blau, gegründet von einem Wirtschsftsprofessor, machte sich bemerkbar. Die AfD. Das Programm las sich wie eine Zusammenfassung Friedmans  „Kapitalismus und Freiheit“. Der wissenschaftliche Rat der Partei las sich wie das who is who der deutschen Ökonomen.

Hoffnung keimte auf. Ich wählte die AfD, weil sie für mich die bessere FDP war. Wirklich liberal, Euro- islamkritisch. Gerade bei der Debatte um den politischen Islam war es um die FDP auffallend still. Lautstärkere Mitglieder hatte die Partei dagegen, wenn es darum ging, den Antisemitismus salonfähig zu machen.

Doch Hoffnung ist ein zartes Pflänzchen. Nachdem die Partei bei der Bundestagswahl 2013 knapp den Einzug verpasste, spaltete sich die AfD. Viele Ökonomen verließen sie Partei. Die drei prominentesten Mitglieder waren: Bernd Lucke, Hans-Olav Henkel und Joachim Starbatty. Der liberale Flügel wurde so dermaßen dezimiert, dass es klar war, wo die Reise hingeht.

Ich bin überzeugt, dass Handel Menschen hilft. Deshalb bin ich grundsätzlich für Freihandelsabkommen. (Funfact: Deutschland würde als Exportnation wie kein anderes europäisches Land profitieren. Und doch sind in keinem Land so viele Menschen gegen die Abkommen.) Für TITIP und CETA zu sein, war lange Standpunkt der AfD. Seit der Spaltung wird dies nun offen diskutiert, der Tonus in der Partei scheint mir eher ablehnend zu sein.

Ein Insiderberich der Printausgabe der „Neon“ zeigt, wen die Partei beheimatet. Ein Stern Journalist nahm verdeckt an einer Israel Reise teil, die der Blog pi-news organisierte, wo auch der AfD thüringische Abgeordnete Jörg Henke und andere Mitglieder teilnahmen. Das Ergebnis: Flüchtlinge sind Invasoren, der Holocaust wird verharmlost, Journalisten sind Medienhuren und die SS war eine Antiterrororganisation gegen  Sozialisten. Ach ja, und die Al-Aksa Moschee sollte man wegbomben.

In Mecklenburg-Vorpommern sitzt mindestens ein zweifelsfreier Rechtsextremer (und viele vermeintliche ) Es handelt sich um Ralph Weber. Der Jurist trägt das Label Thor Steinar, das Rechtsextreme als Erkennungszeichen nutzen. 2014 nahm er Maik Bunzel, Sänger der Naziband „Hassgesang“ als Doktorant bei sich auf, der sein Amt als Richter wegen rechtsextremer Texte niederlegen musste. Und letztes Jahr organisierte er eine Vorlesung mit Reichsbürgern. Guter Typ.

Weber ist ein nicht die Regel. Aber er ist mehr als nur eine exotische Ausnahme. Ebenso wie Meuthen als vernünftiger Kopf nicht die Regel ist. Als unerträglich empfinde ich, dass Martin Hohmann bei der AfD eine neue Heimat gefunden hat. Wir erinnern uns:  Der ehemalige CDU Abgeordnete wurde aufgrund antisemitischer Aussagen von Fraktion und Partei ausgeschlossen. Wer solchen Leuten eine politische Bühne gibt, wird von mir keine Stimme bekommen.

Die Inhalte der AfD haben ihr Berechtigung. Sie ist die einzige Partei, die fundamentale Fehler, wie die Eurorettung und die Flüchtlingspolitik entschieden kritisiert. Ich erkenne das an. Doch viele Mitglieder überschreiten dabei Grenzen, die gegen meine innere Hygiene gehen. Oder ganz schlicht: Leute wie BJörn Höcke möchte ich nicht im Bundestag sehen.

So wird die Wahl 2017  eine zähe Angelegenheit. Ich möchte, dass Merkel abgelöst wird. Die AfD und die Linke sind nicht wählbar. Siechmar Gabriel ist ein grauenhafter Politiker. Sein Wahlversprechen, die Rüstungsexporte zu minimieren, erwies sich als dreiste Lüge. Die FDP ist zahn-und profillos. Das einzige, was sich bei „den Liberalen“ geändert zuhaben scheint, ist, dass sie nun etwas rosa in ihren Plakaten haben. Die Grünen haben zwar Deutschlands schönsten Politiker, würden aber im Zweifel Bevormundung der individuellen Freiheit vorziehen. Und mit der CSU wähle ich Angela Merkel. Das nennt man ein waschechtes Dilemma.

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Alice Schwarzer und die Angst der Frau

Manche nannten sie „Kackbratze“. Sie geht seit mehr als 40 Jahren Menschen auf den Sack und überschreitet dabei regelmäßig Grenzen des guten Geschmacks. Es sind freilich vor allem Männer, die sich von ihr angegriffen fühlen. Männer, die um ihre Vormachtstellung bangen, weil hinter der Testosteron-Fassade oft nur ein bescheidenes Geschöpf steht mit allenfalls durchschnittlicher Intelligenz.

Während  die neuen Frauenrechtler, die „Femen“, ihren Kritikern allenfalls als Wichsvorlage dienen, wenn sie mal wieder eine Messe stören, indem sie nackt und kreischend um das Tabernakel hüpfen, lächelt Alice Schwarzer in sich hinein und denkt: „Wenn hier jemand eine Kackbratze ist, dann die.“

Femen haben keine Antwort auf die Angst der Frauen. 58% aller Frauen halten öffentliche Plätze für weniger sicher, als früher. Fast die Hälfte aller Frauen meiden bestimmte Orte, so bald es dunkel ist.  Ein Gefühl der Unsicherheit durchzieht das Land, das mit krassen Beispielen, wie Silvester 2015 gefüttert wird. Mitten drin: Eine überforderte  Linke.

Theorerisch ist jeder Linke Feminist. Wer für Gleichberechtigung ist, kommt nicht um Frauenrechte herum. So weit, so klar. Doch warum schweigen sie dann, wenn Frauen wie Freiwild durch die Silvesternacht 15 getrieben wurden? Warum bagatellisiert man sie Gefahr mit albernen Vergleichen(Stichwort Oktoberfest.

Die Antwort liegt auf der Hand. Weil sie von einer anderen, in ihren Augen noch schützenswerteren Minderheit gejagt wurden: Dem gemeinen Ausländer. Während für den Durchschnittsbürger Nichtdeutsche so gut sind wie Einheimische, so ist das bei Linken anders. Fremde aller Art sind nicht nur schützenswerter, sondern insgeheim auch besser. Sie  sind wertvoller als Gold.

„Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“ sagte Göhring-Eckardt, als 2015 pro Tag tausende Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Ihr „talking point“, also was sie damit eigentlich sagen wollte, war: „Deutschland wird wegen der Flüchtlinge weniger deutsch – und das finde ich einfach gut.“ Sie, die grüne Frontfrau und die restlichen Linken, haben nicht nur nichts dagegen, dass sich Deutschland abschafft. Sie wollen es, forcieren es und werden feiern, wenn es so weit ist.

Es ist irgendetwas zwischen Goethes kitschiger Liebe zum Islam und dem Deutschen Geschichtsknax.

Was mich wundert: Während Menschen mit Sorgen, beispielsweise  vor einer  Islamisierung, als „Wutbürger“ oder „besorge Bürger“(was gleichbedeutend mit „Nazi Bürger“ ist) abgestempelt werden, obwohl 8  Jahre zuvor Leitmedien davor warnten, verhält es sich bei Frauenrechten anders. Hier wird zwar niemand verunglimpft, jedoch versucht man das Problem klein zu halten – wenn die Gefahr denn von Ausländern herrührt.

Nun ist es nicht so, dass Gewalt gegen Frauen nur ein Problem von Ausländern ist. Und doch gibt es eine Korrelation mit bestimmten ausländischen Gruppen. Und dass die Angst nach Silvester 15 und der Flüchtlingsströme zunahm, ist auch kein abstraktes Phänomen: Die Gefahr ist real. Die Tatsache, dass es an Silvester zu sehr viel weniger Übergriffen kam, lag an 2 Dingen.

Gute Polizeiarbeit is das eine. Hier haben die Beamten hervorragend gehandelt . Zum 2. gab es schlicht weniger potentielle Opfer, was die Zahlen der Umfrage unter Frauen untermauern. Aus Angst vor Übergriffen bleiben Frauen lieber zu Hause. Das ist ein Fakt, der uns nachdenklich stimmen sollte.

So wie Alice Schwarzer: „Es handelt sich um entwurzelte, brutalisierte und islamisierte junge Männer vorwiegend aus Algerien und Marokko. Wäre die Polizei diesmal nicht von Anfang an konsequent eingeschritten, wären wieder Hunderte Frauen mit sexueller Gewalt aus dem öffentlichen Raum verjagt (…) worden.

Sie ist so wenig ein besorgter Bürger wie Menschen, die vor den Folgen massiver Zuwanderung aus kulturell unterentwickelten Ländern warnen.