Verbrennt die Maske!

Von Julian Marius Plutz.

Mein 33. Geburtstag fand statt am 27.04.2020. Ewig wird dieser Tag in meinem Gedächtnis bleiben. So wie die Homo-Ehe auf immer und ewig mit dem Netzwerkdurchsetzungsverbot konnotiert ist, das Stunden später mit einer Hand voll Abgeordneten abgesegnet wurde und im Gegensatz zur gleichgeschlechtlichen Ehe wirklich Auswirkungen auf das Leben hat. Und zwar sehr schlechte. Ich erlebe täglich, wie willkürlich die Zensurbolde von Twitter Accounts sperren. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich an der Reihe bin.

An diesem Tag, der mein Ehrentag sein sollte, tat die Politik etwas, was sie nie hätte tun dürfen. Sie führte eine Pflicht zur Vermummung von Mund und Nase ein, die in Schulen, sonstigen öffentlichen Innenräume und dem Nah- und Fernverkehr galt und bis heute anhält. Zu Beginn stellten wackere Mütter krumme Stoffmasken mit lustigen Motiven her. Sie bastelten sich den Wahnsinn schön.

Diese Lehrer haben den Beruf verfehlt

Irgendwann kamen professionelle Fließstücke, die OP-Masken, die subito zu zu „Alltagsmasken“ wurden. Ein schauriges Wort, als wolle man dem Bürger klar machen, wie die neue Realität nun auszusehen hat. Irgendwann wurden FFP2 Masken zu Alltagsmasken – auch hier beschloss die Regierung, die Realität zu ändern. FFP2 Masken liegen enger an, man kriegt schlechter Luft und die Chance, sie falsch zu tragen, ist höher, als bei OP-Masken. Ich sah beim Einkaufen ein Mädchen, vielleicht 7 oder 9, das eine Solche trug, die beinahe so groß war, wie ihr Kopf. Es ist kaum auszuhalten. Dieses Bücken vor der Willkür der Herrschenden ist so entsetzlich servil und debil, dass ich eine Ahnung bekomme, warum die Deutschen willfährig in jede Katastrophe hineinlaufen.

Schüler berichten, dass sie nach sechs Stunden Maske tragen mit Kopfschmerzen nach Hause kommen. Eine Gruppe, für die Covid-19 kein Problem darstellt, werden mit dem medizinischen Geßler Hut belastet. Ich sage bewusst „belastet“. Denn die Maske im Unterricht ist eine Zumutung. Und wenn hypochondrische Lehrer an Regelschulen sich nicht anstecken wollen, dann sollten sie nach Hause gehen und über einen Beruf nachdenken, der nichts mit Menschen zu tun hat. Gleiches gilt für Therapeuten, die sinnlose Sitzungen mit Maske veranstalten. Wenn diese Leute so eine Angst vor Erkrankungen haben, warum arbeiten sie dann überhaupt mit anderen? Diese Leute haben mit der Einstellung ihren Beruf verfehlt. Differenzieren muss man dennoch bei Sonderschulen, in denen Kindern mit enorm geschwächtem Immunsystem beschult werden.

Wie soll mit einer Maske vernünftig Unterricht gehalten werden? Wie will ein Pädagoge auf die Nuancen von Mimik Erkenntnisse gewinnen, wie z.B. dass ein Schüler dem Stoff nicht folgen kann? Woher weiß der Lehrer, dass ein Kind traurig ist, wütend oder müde. Sicher, Augen sprechen auch – aber sie sind nur ein Teil einer ganzen Visage. Es sollte mehr Lehrer geben, die sich dem Maskenzwang entsagen und es sollten viel mehr Eltern geben, die für ihre Kinder einstehen.

Die Zahlen widersprechen einer Maskenpflicht

Am 6.6.2021 lag die Zahl der positiv Getesteten bei 0,09%. Das heißt, 99,1% sind Corona-frei. Das heißt, von 1000 Menschen ist ungefähr eine Person positiv getestet. Bei einer Fallsterblichkeit von rund 2,5%, es gibt auch deutlich geringere Schätzungen, verenden auf 1 Millionen Menschen grob gerechnet 25, von denen die allermeisten jenseits der 80 sind und unter diversen Vorerkrankungen litt. Im Alter von 0 bis 19 Jahren sind seit März 2020 20 Menschen gestorben. Das bedeutet, weniger als 20 Schüler (Kleinkinder mit einberechnet) rechtfertigen seit mehr als einem Jahr eine Maskenpflicht in der Schule. Wenn das verhältnismäßig ist, ist auch eine Fahrradhelmpflicht auf Friedhöfen verhältnismäßig. Nicht berücksichtigt ist die hohe Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Zahl falsch positiver Testergebnisse bei niedriger Prävalenz.

Der eine oder andere wenig geneigte Leser mag einwenden, es ginge auch um schwere Verläufe zu verhindern, unter anderem das Post-Covid Syndrom zu vermeiden. Und ja, es gibt sehr wenige schwere Verläufe der Erkrankung. Doch erstens gibt es diese Bei der Influenza auch – und hier wurden keine Masken verpflichtend eingeführt. Zum anderen heilen auch die allermeisten Post-Covid-Fälle aus. Hier empfehle ich neben dieser Quelle vor allem das Buch von Dr. Gunther Frank.

Den Wahnsinn Beenden

Und dennoch hält die Politik an der Maske fest wie das Kleinkind am Schnuller. Zaghafte Diskussionen über eine Lockerung der Maskenpflicht, wie von einigen Elternbeiräten vorgetragen, werden von Landes- und vor allem Bundespolitikern im Keim erstickt. Für Angela Merkel hat die Maske längst ihre Raute als Symbol der Ära Mutti abgelöst. Sie hatte selbst nie Berührungspunkte mit schulpflichtigen Kindern als Elternteil, genauso wenig wie ich. Dennoch reicht meine Empathie aus, mich in die Schüler hineinzuversetzen. Sie müsste ihnen nur zuhören. Die Kanzlerin, deren Karriere zwar vermutlich im Spätherbst ist, hat ihre Agenda noch nicht abgearbeitet. Da kommt noch etwas auf uns zu.

Es ist Zeit und viel zu spät, doch besser spät, als gar nicht. Reißt die Maske ab. Verbrennt sie, werft sie weg. Sie ist das Symbol einer freiheitsfeindlichen Politik, die nur durch Befehl und Gehorsam am Leben gehalten werden kann. Wenn das Wort „verhältnismäßig“ für die Politik noch wirklich eine Bedeutung hat, dann in diesem Moment. Es ist Zeit, den Wahnsinn mit der Maske zu beenden.

Dann ist mein Geburtstag endlich rehabilitiert.